Corona macht süchtig – Wie durch Homeoffice und Lockdown die Suchtgefahr steigt

Und was Sie dagegen tun können

Am 08.12.2020 und 17.12.2020 fanden in der regionalen BVMW-Webimpuls-Reihe „Corona macht süchtig – Wie durch Homeoffice und Lockdown die Suchtgefahr steigt. Und was Sie dagegen tun können“ –  schon zwei Vorträge statt.

Wie sich an den Teilnehmerreaktionen gezeigt hat, wurde damit ein sehr aktuelles und dringliches Thema angesprochen. Anwesende Führungskräfte berichteten von der Schwierigkeit, Veränderungen bei Mitarbeitenden auf Distanz zu erkennen und richtig einzuschätzen. Auch der Umgang mit Alkoholkonsum im Homeoffice wurde intensiv diskutiert.

Die größte Erkenntnis war für viele Teilnehmenden, dass Suchtentwicklung ein schleichender Prozess ist, bei dem der Konsum nach und nach normaler Bestandteil des Alltags wird, was man als Betroffener meist selbst nicht deutlich merkt.

Dies sind wichtige Gründe, weshalb man in diesen turbulenten Zeiten besonders gut auf sich selbst achten muss.

In den WebImpulsen ging es u.a. um folgende Themen:

  • Welche Auffälligkeiten deuten auf ein Problem hin?
  • Wo beginnt problematischer Konsum/ Verhalten?
  • Wie spreche ich auffällige Mitarbeitende/KollegInnen am besten an?
  • Wie können wir Corona gesund überstehen?

Denn, die momentane weltweite Krise ist eine echte Herausforderung. In Krisenzeiten steigt die Suchtgefahr, weil Menschen nach schnellen Lösungen für die Belastung suchen. Alkohol, Medikamente, illegale Substanzen oder auch digitale Medien verhelfen zu schnellen Lösungen. Allerdings mit Nebenwirkungen.

Seit dem ersten Lockdown ist der Alkoholkonsum in Deutschland messbar angestiegen. Das, was nun nicht in der Kneipe konsumiert wird, wird nun doppelt zu Hause getrunken. Ist ja auch praktisch, da man sich um den Nachhauseweg keine Gedanken machen muss.

Süchtig wird man nicht von heute auf morgen. Süchtig wird man schleichend. Das gelegentliche Gläschen wird zum täglichen. Aus einem werden zwei. Nach und nach geht die Kontrolle verloren und die Entscheidung „trinke ich heute oder nicht?“ kann nicht mehr selbst getroffen werden.

Deshalb ist es gerade jetzt, wo wir mit Ängsten, Perspektivlosigkeit und Unsicherheiten zu kämpfen haben, wichtig, seine eigenen Konsummuster im Blick zu behalten und gegen die Belastungen anzugehen.

Mediensüchtig durch Corona?

Aktuelle Studien belegen: Während dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 ist die Anzahl der Menschen mit problematischem Medienkonsum massiv gestiegen. Videostreamingdienste und Anbieter von Computerspielen konnten im ersten Quartal 2020 Rekordumsätze verzeichnen. Gab es im Frühjahr noch schönes Wetter und angenehme Temperaturen, lädt das Wetter aktuell nicht zu sportlichen Aktivitäten im Freien ein. Die Möglichkeiten zum Ausgleich mit Bewegung an der frischen Luft sind somit eingeschränkt.

Ist man dann noch im Homeoffice tätig, geht unter Umständen der Arbeitstag am Bildschirm fließend in den Feierabed am Bildschirm über und man bekommt die gesamte Woche fast nur noch Bildschirme zu sehen.

Eine gute Zeit also, seinen eigenen Medienkonsum zu reflektieren und zu überprüfen, ob alle eigenen Bedürfnisse ausreichend Beachtung finden.

Bereits vor Corona war sichtbar, dass die Digitalisierung voranschreitet und die Digitale Balance eine unverzichtbare Kompetenz ist, um in einer volldigitalisierten Welt gesund zu bleiben.

In einer digitalen Veranstaltung geht es um folgende Themen:

  • Was macht digitale Medien so faszinierend?
  • Einfluss von Corona auf das Mediennutzungsverhalten
  • Gesundheitliche Auswirkungen von exzessivem Medienkonsum
  • Digitale Balance im Homeoffice
  • Digitale Balance im Lockdown

Dienstag, 19.01.2021 um 13:00 – 14:00 Uhr.

Referent: Patrick Durner. Suchtprävention Miehle. Augsburg.

Anmeldung unter: michael.heilig.bvmw.de

Bildunterschrift: Patrick Durner, Suchtprävention Miehle

Foto: Durner

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