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ADAC zum Diesel-Paket: Die Hersteller müssen jetzt liefern!

Genehmigungsrechtliche Voraussetzungen schnellstmöglich umsetzen / Fahrverbote müssen verhindert werden

Der Bund hat endlich den Weg für Hardware-Nachrüstungen frei gemacht, das ist ein sehr gutes Signal für die Verbraucher und ein wichtiger Schritt hin zu besserer Luft in den Städten. Die angekündigten genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für die Nachrüstung sollten jetzt schnellstmöglich geschaffen werden, damit es vorangeht.

„Der Ball liegt nun ganz klar im Feld der Industrie – die Hersteller müssen jetzt liefern. Erst wenn deren Angebote verbindlich auf dem Tisch liegen, wissen die Verbraucher, was die Beschlüsse der Koalition tatsächlich wert sind. Denn es darf nicht sein, dass die Verbraucher, die sich trotz Prämien kein neues Auto leisten können, auf den Kosten der Nachrüstung sitzen bleiben“, so ADAC Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker.

Eine gute Nachricht für alle betroffenen Autofahrer am heutigen Tag ist außerdem die vorgesehene Regelung, dass es keine Blaue Plakette geben wird, und dass neben Euro- 6-Diesel-Pkw auch besonders saubere Fahrzeuge (<270 Mikrogramm NOx) grundsätzlich von Fahrverboten ausgenommen werden sollen – egal ob nachgerüstet oder mit Update, egal ob Euro 4 oder 5. Auch hier steckt der Teufel noch im Detail: Vom zugrunde liegenden Messverfahren ist abhängig, welche Fahrzeuge diese Hürde tatsächlich nehmen werden.

Generell setzt sich der ADAC seit Langem dafür ein, dass alle sinnvollen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Luft in unseren Städten sauberer zu machen und Fahrverbote möglichst zu vermeiden. Zu diesem Maßnahmenbündel gehören Nachrüstungen ebenso wie Software-Updates oder Flottenwechsel. Für den ADAC als großen Mobilitätsclub ist wichtig, dass die Menschen in Deutschland jetzt so schnell wie möglich Sicherheit bekommen, dass sie mit ihren Diesel-Fahrzeugen auch künftig uneingeschränkt mobil sein können.

Kommentar der Redaktion: Gerade die deutschen Autobauer müssen jetzt aufpassen und dürfen nicht den Bogen überspannen; denn der Bürger ist nicht dumm - es gibt auch Alternativen. Und wer auf dem "hohen Roß" sitzt kann sehr leicht herunterfallen und dann ist das Geschrei groß. 
Den Besitzern von Dieselautos empfehlen wir sich mit ihrem Händler in Verbindung zu setzen. Die wollen verkaufen und der Dieselmarkt ist eh ziemlich eingebrochen. Die Händler haben oft Möglichkeiten, von denen man offiziell nichts erfährt.
Die Verkäufer müssen gesprächsbereit sein, ob sie wollen oder nicht! Und wer dem Kunden ein gutes Angebot macht, der wird auch weiterempfohlen ...