Die „Dominikus-Schule“ trägt die Sonne jetzt sogar im Namen

Umbenennung: Warum sich Schüler, Eltern und Lehrer damit so gut identifizieren können

Das „Private Förderzentrum, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“ im Dominikus-Ringeisen-Werk hat sich umbenannt. Die Schule für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung heißt jetzt „Dominikus-Schule“. Dem Antrag auf Änderung des Namens hat die Regierung von Schwaben nun offiziell stattgegeben. „Der Name fördert die Zusammengehörigkeit bei Schülern, Eltern und Lehrern“, erklärt die Schulleiterin Christiane Nerb. „Der Name der Schule begleitet einen, nicht die Art der Schule“, fügt sie hinzu. Auch die Eltern befürworten diesen Schritt. „Wir freuen uns sehr und gratulieren zum neuen Namen“, schrieb der Elternbeirat der Schule. Mit dem Namen von Dominikus Ringeisen, der 1884 sein Werk für Menschen mit Handicap gegründet hatte, habe man eine hervorragende Wahl getroffen, so das Elterngremium. Dominikus Ringeisen habe „seine Lebensaufgabe darin gefunden, sich für Menschen mit Behinderung einzusetzen und ihnen Raum für Bildung und Aufgaben zu schaffen“. Für die Kinder bedeute der Satz, „Ich besuche die Dominikus-Schule“, dass sich der Akzent weg vom Förderbedarf und hin zu der großen Schulgemeinschaft verschiebe, die sich um ihre individuellen Möglichkeiten und Chancen kümmere.

Seit Gründung der Schule 1972 hatte sie schon einige Namen erhalten, die – freilich unbeabsichtigt – immer auch eine Stigmatisierung enthielten, so zum Beispiel „Sonderschule für geistig Behinderte“. Jetzt ist „Dominikus-Schule“ der Rufname, dem sich, sozusagen im Kleingedruckten, die Bezeichnung „Privates Förderzentrum, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung des Dominikus-Ringeisen-Werks“ anschließt. Für Wolfgang Tyrychter vom Vorstand des DRW ein logischer Schritt. „Ein Schulname, den alle aussprechen können, der unseren Schülern etwas sagt, von dem sich unsere Schüler ein Bild machen können und mit dem man etwas verbindet, ist ein wesentlicher Beitrag zur Identifikation und zum Verständnis aller Beteiligten. Und das ist mit dem Namen ‚Dominikus-Schule‘ eindeutig gelungen“, so Tyrychter. „Daher freue ich mich über diesen eindeutigen, prägnanten, einfachen und klaren Namen, den sich die Schulfamilie miteinander gegeben hat.“

„Für die Namenswahl gab es viele Vorschläge von Kollegen und Eltern“, berichtet Christiane Nerb. „Über diese Vorschläge wurde abgestimmt. Der Vorschlag „Dominikus-Schule“ stammt von der Generaloberin der St. Josefskongregation, Schwester Katharina Wildenauer, worüber wir sehr dankbar sind“, verrät die Schulleiterin. Denn neben der regionalen und wirkungsgeschichtlichen Bedeutung Dominikus Ringeisens für die Schule, sei auch die christliche Bedeutung des Namens sehr wichtig. Schließlich stamme er vom lateinischen „Dominikus“ ab, was „zum Herrn gehörend“ bedeute. „Domenica“ schließlich stehe im Italienischen für den Sonntag, „zusammengesetzt aus ‚Sonne‘ und ‚Tag‘“, wie Christiane Nerb erläutert. „Und genau diese Bedeutung stand den Schülern bei einem Kunstprojekt besonders vor Augen“, erzählt sie. Als Erinnerung an die Namensgebung haben sie ein großes Bild für das Büro ihrer Schulleiterin angefertigt. Darauf zu sehen sind viele ganz individuell modellierte und bunt bemalte Sonnen. Bei der Übergabe sangen die Schüler: „Lass die Sonne rein“. Der neue Name ihrer Schule ist hierfür ein wichtiger Türöffner.

Die Dominikus-Schule besuchen Kinder und Jugendliche, die zu ihrer individuellen Lebensbewältigung eine spezielle, intensive und umfassende Förderung und Begleitung benötigen. 236 Schüler in 29 Klassen besuchen die Dominikus-Schule. 32 Kinder im Vorschulalter besuchen die SVE (schulvorbereitende Einrichtung) mit vier Gruppen. Schulträger ist das Dominikus-Ringeisen-Werk. Weitere Förderzentren des Trägers in Ursberg sind die Privaten Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt Hören und weiterer Förderbedarf, das Sonderpädagogische Förderzentrum sowie die Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung.

Mehr zur Dominikus-Schule gibt es hier: www.dominikus-schule.de

Zum Foto (DRW/Liesenfeld): Schulleiterin Christiane Nerb mit dem von ihren Schülern geschaffenen Bild, das den neuen Schulnamen symbolisiert. „Die Umbenennung fördert unsere Zusammengehörigkeit“, sagt sie.

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