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Kulturgewächshaus Birkenried

Viel Beifall für „Fremde unter uns“ bei der Sonntagsmatinee im Kulturgewächshaus Birkenried

Unter diesem Motto stand die Sonntags-Matinee am 29. Juli in Birkenried mit einem spontan zusammengewürfelten Ensemble von vier Musikern aus dem syrisch-arabischen Raum.

Damit zielte das Kulturgewächshaus bewusst auf ein besseres interkulturelles Verständnis abseits der Provokationen aus dem Lager der so genannten „besorgten Bürger“, der Seehofer- und Söder-CSU sowie der Einthemenpartei im Bundestag.

Confenencier Mohamed brachte die Musik und vor allem die Texte dem Publikum mit fast fehlerfreiem Deutsch näher. Spontanen Szenenapplaus erhielt er, als er ein syrisch-kurdisches Liebeslied interpretierte und dann Goethe anführte: „Ganz ähnlich diesem syrisch-kurdischen Gedicht und Liedtext schrieb Goethe zu seiner Zeit ein Liebesgedicht“ und trug dieses Goethe-Gedicht frei ohne gedruckten Text vor. Nun, kaum einer der sog. „besorgten Bürger“ könnte irgendein Goethe-Gedicht aus dem Stegreif vortragen. Oder irre ich mich fragt sich Bernhard Eber.

Interessant auch, dass zu dieser Matinee fast doppelt so viele Gäste als im Durchschnitt gekommen sind. Darunter auch einige Familien aus dem türkisch/arabischen Raum, was sonst in Birkenried nicht vorkommt.

Hier sieht das Kulturgewächshaus eine grundsätzliche Chance, über Musikveranstaltungen die Menschen aus anderen Kulturbereichen einzubinden und der Bevölkerung nahezubringen. Mit dem traditionellen Afrika-Festival ist dies den Birkenriedern bereits gelungen.

Der Dank gebührt den vier Musikern, die teils mehr als 100 km auseinanderwohnen und sich für diesen Sonntagnachmittag zusammengetan und diese Matinee vorbereitet haben. Kompliment für diese hervorragende musikalische Vorstellung.

Das Kulturgewächshaus Birkenried liegt an der B16 zwischen Günzburg und Gundelfingen.

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