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Landratsamt Günzburg
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Aktualisierung der Maßnahmen gegen die Blauzungenkrankheit

Der Landkreis Günzburg ist bereits seit dem dem 6. Februar 2019 zum Sperrgebiet aufgrund der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg erklärt worden.

Aktualisierung der Maßnahmen gegen die Blauzungenkrankheit

 

Der Landkreis Günzburg ist bereits seit dem dem 6. Februar 2019 zum Sperrgebiet aufgrund der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg erklärt worden. In einem Betrieb im Rems-Murr-Kreis ist der Ausbruch der Blauzungenkrankheit amtlich festgestellt worden. Damit sind nun weite Teile Schwabens von der Restriktionszone betroffen. Mit der neuen Gebietskulisse wird auch die Allgemeinverfügung des Landratsamtes angepasst, die am 28. Februar 2019 im Amtsblatt des Landkreises Günzburg veröffentlicht wird.

Das Verbringen von ungeimpften Tieren aus einem Sperrgebiet in eine Blauzungen-freie Zone ist noch bis zum 31. März 2019 möglich, wenn die Tiere nicht länger als sieben Tage vor der Abgabe negativ auf das Virus der Blauzungenkrankheit untersucht und mit einem Repellent behandelt wurden. Damit sollen die winzigen Stechfliegen (Gnitzen) von den Nutztieren abgehalten werden, welche die Blauzungenkrankheit übertragen.

Als weitere Erleichterung für das Verbringen innerhalb der Restriktionszone wurde eingeführt, dass mit der Antragstellung auf den Tiertransport, der von einer Tierhaltererklärung begleitet werden muss, die Zulassung generell als erteilt gilt.

Aktuell sind 43 Blauzungenausbrüche in Deutschland bestätigt. Betroffene Bundesländer mit einem eigenen Ausbruchsgeschehen sind Baden-Württemberg, wo bislang die meisten Fälle festgestellt wurden, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Für Tierhalter bedeutet dies: Wer Wiederkäuer hält, muss deren Haltung und Standort unverzüglich beim Veterinäramt anzeigen. Die Tiere dürfen außerdem das Sperrgebiet nur unter strikter Beachtung von Auflagen verlassen. Der freie Tierverkehr mit Wiederkäuern ist eingeschränkt.

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Wiederkäuer und Neuweltkameliden (Lamas, Alpakas, Vicunas und Guanacos) befällt. Überträger sind Mücken. Die Krankheitssymptome befallener Tiere ähneln denen der Maul- und Klauenseuche. Eine vorbeugende Impfung ist gegen bestimmte Typen des Erregers möglich. Für Menschen ist die Krankheit aber nicht gefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können daher ohne Bedenken verzehrt werden.

Der Text der Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Landkreises Günzburg zu finden. Weitere Informationen sind auch auf der Homepage des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg eingestellt.