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Existenzgründersprechtag am 18. Oktober 2018 in der VR-Bank Donau-Mindel in Günzburg
v.l.n.r. Karin Bräuer, IHK Schwaben, Erwin Hegele, VR-Bank Donau-Mindel, Andreas Frei, Agentur für Arbeit, Kilian Biechele, HwK für Schwaben, Margot Deminger und Axel Egermann, RMG, Anton Gollmitzer, Stadt Günzburg, Horst Schütz, Aktivsenioren, Angelika Beck und Alexander Jall, VR-Bank Donau-Mindel
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Marcel Krüger

Existenzgründung – erfahrungslos und erfolgreich

Existenzgründersprechtag präsentiert Wege zum Erfolg und stößt auf positive Resonanz

Mit 15 hochinteressierten und mit unterschiedlichsten – zum Teil schon sehr konkreten – Gründungsideen ausgestatteten Teilnehmern war der Existenzgründersprechtag am 18. Oktober bei der VR-Bank Donau-Mindel in Günzburg durchgängig ein Erfolg.

„Die Reihe der Vorträge – von unseren Klassikern bis hin zum Praxisbericht – war äußerst motiviert und kurzweilig, das Feedback der Gründungsinteressierten sehr positiv“, freuen sich Karin Bräuer, IHK Schwaben und Margot Deminger, Regionalmarketing Günzburg (RMG) als Veranstalter. Seit mittlerweile 14 Jahren findet in Kooperation von RMG, IHK, HWK und – jeweils im Wechsel – Sparkasse Günzburg-Krumbach und Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis Günzburg zweimal jährlich der Existenzgründersprechtag statt. Jeweils einmal im Jahr in Günzburg und einmal in Krumbach.

Ratschläge vom Gründungsfahrplan bis hin zu Finanztipps aus der Praxis
Wie immer ging es an einem mit Existenzgründungsinfos vollgepackten Nachmittag um Businessplan (Karin Bräuer, IHK und Kilian Biechele, HwK), Steuer- (Volker Kneer, Klaiber Lotspeich Kneer Anhorn Stiele Partnerschaftsgesellschaft mbB) und Rechtsfragen (Jürgen Neuberger, Schneider Geiwitz & Partner), Finanzierung (Angelika Beck, VR-Bank Donau-Mindel) und Förderung (Andreas Frei, Agentur für Arbeit). Und wie immer war krönender Abschluss der Veranstaltung ein Erfahrungsbericht eines Existenzgründers. Diesmal berichtete Bernhard Schalk, Geschäftsführer der Seccua Distribution GmbH aus Gundelfingen, über seinen Weg in die Selbständigkeit. Auf unterhaltsame, sehr authentische und überzeugende Art und Weise gab er den Anwesenden wertvolle Tipps und beschrieb den unternehmerischen Weg zum Erfolg anschaulich.

„Erfahrung ist das, was man bekommt, wenn man nicht das bekommt, was man will“
Bernhard Schalk beschrieb dem aufmerksamen Publikum die Wege zum Erfolg folgendermaßen: Nachahmen ist der einfachste Weg, Nachdenken der edelste, der durch Erfahrung der bitterste. Seiner Ansicht nach besteht unternehmerischer Erfolg zu 50 % aus harter Arbeit, zu 40 % aus Integrität und nur zu etwa 10 % aus Wettkampf mit anderen. Er empfiehlt angehenden Unternehmern, sich einen Mentor bzw. Coach zu suchen, der in einer anderen Region das gleiche oder ein ähnliches Geschäft bereits erfolgreich betreibt – nicht etwa einen Lieferanten o.ä., die eher dazu neigen, nur Geld mit ihrer „Beratung“ verdienen zu wollen. In Sachen Finanzen rät Bernhard Schalk Gründern,

  • Beträge, die als Angestellter für Sozialversicherung und Steuern incl. Arbeitgeberanteil fällig wären, zurück zu legen,
  • den eigenen Lebensstandard erst nach zwei vollen Geschäftsjahren zu erhöhen und den Erhöhungsbetrag vorher auf die Seite zu legen,
  • sich um das kleine Geld zu kümmern – das Große macht es von selbst,
  • nie etwas selber zu machen, das man günstiger kaufen kann,
  • einen „Finanzplan Privat“ und einen „Finanzplan Geschäft“ anzulegen und diese strikt voneinander zu trennen und
  • bereits am Anfang das Marketingbudget für das dritte Jahr zur Seite zu legen.

Sein Fazit: Erfolgreich ist, wer sich so manch unnötige Erfahrung erspart ganz nach dem Motto „Bleiben Sie in einigen Bereichen erfahrungslos und somit erfolgreich!“