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Der Klimaschutzbeauftragte, Oliver Tuschinski (links) und der Leiter des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs Anton Fink (rechts) stellen zusammen mit den Inhabern der ersten drei teilnehmenden Betriebe das Kaffeebecher-Pfand-System vor.
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Diana Lossin

Landkreis Günzburg wirbt für Kaffeebecher-Pfand-System

Seinen Kaffee unterwegs zu trinken ist für viele ein bequemer Genuss. Allerdings ist schon nach kurzer Zeit der Kaffee ausgetrunken und der Pappbecher landet im Müll. Un das heisst alleine in Deutschland 40.000 Tonnen Abfall, was man vermeiden kann.

Viele Bürger wissen nicht, dass die Einwegbecher aufgrund einer Kunststoffschicht im Inneren nicht wiederverwertbar sind und daher nur verbrannt werden können.

Um Interessenten aus der Gastronomie und der Lebensmittelbranche für die Idee zu gewinnen, mit Pfand-Bechern Einwegbecher zu vermeiden, macht der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Günzburg ein interessantes Angebot: „Die ersten zehn Betriebe, die beim Pfand-System dabei sind, bekommen die Becher-Grundausstattung gestellt,“ kündigte Anton Fink, der Leiter des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs an.

Um möglichst viele Betreiber zu erreichen, zu informieren und zum Mitmachen zu begeistern, fand vor Kurzem für alle Interessierten aus dem Landkreis ein „runder Tisch“ statt.

Folgende Betriebe haben sich bereits entschieden ab Jahresbeginn 2019 beim Pfandsystem mitzumachen: Café Herzdame und Bäckerei Morlock in Günzburg sowie Bäckerei Hurler in Leinheim.

„Bei der Plastiktüte aus dem Supermarkt, die ca. 25 Minuten nach dem einfachen Gebrauch im Müll landet, besteht bereits Verständnis, dass dies nicht im Sinne der Umwelt und des Klimas sein kann. Der Einweg-Kaffeebecher ist bereits nach etwa 15 Minuten ausgetrunken und weggeworfen“, berichtet der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises, Oliver Tuschinski.

Deutschlandweit werden jährlich für die Produktion der Einwegbecher

  • 43.000 Bäume gefällt
  • 1,5 Milliarden Liter Wasser verbraucht
  • 320 Millionen kWh Strom benötigt
  • 111.000 Tonnen CO2 ausgestoßen
  • 40.000 Tonnen Abfall produziert

Darin sind Kunststoffdeckel und Rührstäbchen nicht eingerechnet.

Kaffeegenuss unterwegs gehört heute zu den modernen Lebensgewohnheiten. Jedoch muss „Coffee to go“ und Umweltbewusstsein kein Widerspruch sein. Die Kampagne „Dein Becher kommt mit!“ stellt Bürgern und Betreibern Praxis-Alternativen zu Einwegbechern vor. Ein solches Beispiel, das bayernweit zunehmend an Beliebtheit gewinnt, ist das Becher-Pfandsystem der Partnerfirma des Landkreises.

Grundidee ist ein Kreislauf-System: In den beteiligten Cafés, Bäckereien oder Tankstellen kann der recyclebare Becher gegen Zahlung von einem Euro Pfand mitgenommen werden. Ist der Kaffee ausgetrunken, kann der Becher auch bei einem anderen Café, einer Bäckerei oder einer Tankstelle mit Ausbezahlung des Pfandbetrags zurückgegeben werden. Wo dies möglich ist, schaut man bequem mit dem Smartphone in der App nach. Beteiligen sich viele an dem Kreislauf-System, ist im Idealfall der Weg zur nächsten „Rückgabestation“ kürzer als zum nächsten Mülleimer.

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