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Einbürgerungsfeier Landkreis Günzburg 2018
Neubürgerinnen und Neubürger mit Integrationsbeauftragtem Meinrad Gackowski (erster von links) und Landrat Hubert Hafner (erster von rechts)
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Carina Gessler, Landratsamt Günzburg

Neue deutsche Staatsbürger feiern in Günzburg die Einbürgerung

Landrat Hubert Hafner hat im Rahmen einer Einbürgerungsfeier am vergangenen Donnerstag achtzehn Neubürgerinnen und Neubürgern die Einbürgerungsurkunden überreicht.

Die neuen deutschen Staatsbürger stammen aus drei Kontinenten der Welt, aus Europa, nämlich aus Spanien, dem Kosovo, aus Rumänien, Moldawien, Polen und der Türkei. Aus Asien, genauer gesagt aus Indien wurden ebenfalls einige Personen eingebürgert sowie aus Lateinamerika, aus Mexiko. 

Landrat Hafner begann seine Begrüßung mit einer Kulturgeschichte, mit der Geschichte der Gärten in Deutschland. Viele Pflanze seien eingewandert nach Deutschland, wie zum Beispiel die Sonnenblume aus Mexiko. Nun komme es darauf an, so zog er den Vergleich, dass sich Zuwanderer hier in ihrem neuen Heimatland neu verwurzeln und sich in eine kulturelle Blumenwiese integrieren. Auch wenn die Einbürgerung eine sehr intensive Form der Integration darstellt und auch keine einfache Aufgabe ist, lud Landrat Hafner alle ein, die durch die Staatsbürgerschaft entstandenen neuen Möglichkeiten auch aktiv zu nutzen. So ermutigte er alle Neubürger, eigene Traditionen, Bräuche, Speisen, Musik und Kultur nicht  abzulegen, sondern zum Wohle aller zu nutzen.  Mit ihren ethnischen und geographischen Wurzeln könnten sie die deutsche Gesellschaft bereichern. Dadurch würde sie vielfältiger, offener und stärker.

Seit elf Jahren erfolgt die Einbürgerung im Rahmen einer Feierstunde, um die Bedeutung des Themas Integration zu unterstreichen. „Mit dieser Feier“, so Meinrad Gackowski, Integrationsbeauftragter des Landkreises „möchte der Landkreis ein herzliches Willkommen sagen und ein Dankeschön. Ein Dankeschön dafür, dass sich viele der Eingebürgerten trotz einiger Hürden nicht entmutigen ließen, um die deutsche Staatsbürgerschaft dann schließlich zu erlangen.“

Für die Einbürgerung entscheiden sich im Landkreis Günzburg jährlich gut einhundert Personen.

Alle Bewerberinnen und Bewerber hätten ein aufwändiges Verfahren durchlaufen, erläutert Christoph Langer, als Geschäftsbereichsleiter verantwortlich für die Einbürgerungsbehörde am Landratsamt. Sie alle mussten nachweisen, dass die Voraussetzungen (Aufenthaltsdauer, ausreichende Deutschkenntnisse, gesichertes Einkommen, keine erheblichen Vorstrafen) erfüllt sind. Viele der Neubürgerinnen und Neubürger mussten auch die Entlassung aus ihrer bisherigen Staatsangehörigkeit erwirken.

Nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne fand im Foyer des großen Sitzungssaals ein Stehempfang statt. Der Abend klang mit vielen unterhaltsamen Gesprächen und interessanten Geschichten über die unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus.