Direkt zum Inhalt
Regionalmarketing Günzburg zu Gast bei KLB Kötztal
v.l.n.r. Axel Egermann, Geschäftsführer RMG, Landrat Hubert Hafner, Geschäftsführender Gesellschafter RMG, Michael Kraus, Personalleiter KLB Kötztal, Daniel, Artur und Erwin Kehrle, Geschäftsführer KLB Kötztal

Hinweis zum Copyright

Dagmar Derck/Regionalmarketing

Siegertreppchen, Glitzer, Exportquoten, Digitalisierung und Nachwuchsfragen

Regionalmarketing zum Unternehmensbesuch bei KLB Kötztal in Ichenhausen

In der Reihe ihrer regelmäßig stattfindenden Unternehmensbesuche war das Regionalmarketing Günzburg jüngst zu Gast bei der Firma KLB Kötztal. Zum Austausch über aktuelle Projekte und Anliegen und einer Sondierung weiterer Kooperationspotenziale.

Experten für hochkomplexe Mischungen sind gefragt
Themen waren der Nachwuchs bzw. die Fachkräfteakquise bei KLB Kötztal, Exportquoten des Unternehmens und Marktführerschaften, Genehmigungsverfahren, Standorterweiterungen und Digitalisierung. Mit drei Söhnen – Daniel, Julian und Patrick – der Unternehmensgründer Erwin und Artur Kehrle, die im Januar 1995 die Firma gründeten und aktuell noch aktiv im Unternehmen tätig sind, ist der Führungsnachwuchs bei KLB Kötztal gesichert. Auch sonst steht es um das Thema Fachkräfte in dem erfolgreichen Ichenhauser Familienunternehmen bisher gut. Von den insgesamt 135 Mitarbeitern kommt der Großteil aus Ichenhausen und dem Umland, Laboranten v.a. aus Augsburg, Chemiker meist von auswärts und einige Mitarbeiter auch aus dem europäischen und weiteren Ausland. Aktuell sind sechs promovierte Chemiker bei KLB Kötztal tätig. Diese zu halten, ist die Herausforderung, die Chefetage und Personalleiter Michael Kraus sehen. Mit ein Grund, sich am Wettbewerb „Beruf & Familie“ des Landkreises Günzburg beteiligt zu haben – KLB Kötztal ist einer der Preisträger 2018-2020. Auch sonst ist man in Sachen Fachkräfteakquise aktiv – im Rahmen von Schülerprogrammen, Praktika oder auch der Kooperation mit der Hans-Maier-Realschule in Ichenhausen. Was die „zugezogenen“ Arbeitnehmer betrifft, betont Landrat Hafner „freuen wir uns natürlich immer besonders, wenn diese auch im Landkreis Günzburg heimisch werden. Wir versuchen, hier zu unterstützen und in Sachen Attraktivität unser Mögliches beizutragen.“

Export und just in time spielen wesentliche Rolle
Der aufstrebende und erfolgreiche Mittelständler – 2017 gehörte KLB Kötztal zu den Finalisten des Großen Preis des Mittelstands der Oskar-Patzelt-Stiftung – produziert, vor allem aufgrund der beinahe unendlich vielen verfügbaren Farbvarianten seiner Produkte, quasi just in time und setzt auf kurzfristige Auslieferungen.  Hierzu sind Lagerflächen notwendig, um Grundstoffe ausreichend vorrätig zu haben. Entsprechend ist aktuell eine Standortweiterentwicklung um ein Lager geplant. Aufgrund der Erfahrung, dass man mit Vollautomation an Grenzen stößt, wird Digitalisierung in diesem Bereich keine so große Rolle spielen – in der Produktion ist diese bei KLB Kötztal eher ein Thema.

Ein Drittel der Produkte exportiert KLB Kötztal. In der Branche „Industrieboden“ gehört die Firma in Deutschland nach eigenen Angaben zu den führenden Anbieteren. KLB hat eine starke Position in Österreich und Schweiz und exportiert weltweit in eine ganze Reihe von Ländern. Aus dem deutschsprachigen Raum kommen viele Kunden (jährlich rund 300 Gäste) zu Seminaren nach Ichenhausen – branchenbedingt vor allem im Winter/Frühjahr und damit in guter Ergänzung zur LEGOLAND Saison.

Der Firmensitz in Ichenhausen ist komplett mit eigenen Böden/Materialien ausgestattet – statt Fliesen wird überall das eigene Produkt eingesetzt, wie dieser hochwertige goldene Glitzerboden.
Hinweis zum Copyright

Dagmar Derck/Regionalmarketing Günzburg

Kooperationsmöglichkeiten in Sachen Fachkräfteakquise
RMG-Geschäftsführer Axel Egermann stellt der Führungsetage von KLB Kötztal die aktuellen Projekte der RMG vor, zu denen die Standortkampagne des Landkreises gehört, die im Juli startet, ein Karriereportal sowie auch ein Tag der offenen Ausbildungsstätte. „Hier gibt es viel Kooperationspotenzial und ich freue mich, wenn wir hier wieder ganz konkret zusammen kommen“, so Axel Egermann.