Direkt zum Inhalt
VfL Günzburg
VfL Günzburg Handball

VfL Handball:: Dienstag 17. April 2018 Nachberichte " KOMPAKT " vom Wochenende 14. / 15. April 2018

HANDBALL Presseberichte vom Wochenende

 

Männer 1        Liga 4

 

In der Fußballmetropol-Stadt München hat sich im Hachinga-Tal der Handball sein kleines Refugium geschaffen. Eng arbeiten die DJK Taufkirchen und der TSV Unterhaching dort zusammen, als HT in der Jugend und am vergangenen Samstag mit einem gemeinsamen Heimspieltag: Zuerst Landesliga-Damen und dann das Männer-Bayernliga-Spiel: TSV Unterhaching gegen den hoch gepriesenen VfL Günzburg. Viele Zuschauer, schon beim Vorspiel, säumten die Tribüne. Zwar ging der einseitig veranlagte Taufkircher Damen-Handballfan, dafür kamen etliche aus Schwaben. Sie freuten sich auf entfesselten VfL-Jugendstil, der noch vor kurzem begeisterte, aber wohl  weiland gegen den SV Anzing sein jähes Ende gefunden hat. Wenig ist wieder zu erkennen..

 

Angefangen bei allerbester Stimmung, gepusht durch einen engagierten Handballsprecher, entwickelte sich ziemlich schnell ein Handballgewürge, bei dem die Abwehrreihen und Torhüter im Mittelpunkt standen, während der Angriff arges Stückwerk blieb. Viele technische Fehler und eine traurige Fehlwurfquote aus der Nahwurfzone, besonders beim VfL Günzburg lähmten die Chance zur Handballwerbung. Allein der VfL verwarf fünf Siebenmeter. Sollte ein neutraler, unbedarfter Zuschauer in der Halle gewesen sein ein Spitzenteam hätte er hinter all dem Treiben nicht vermutet.

Das erste Tor erzielte der unverwüstliche Unterhachinger Kreisläufer Johannes „Danger“ Borschel, auch wegen einer frühen Überzahlsituation gelang dem besten VfL-Angreifer Daniel Jäger der Ausgleichstreffer zum 1:1. Keiner der VfL-Fans hätte zu diesem Zeitpunkt gerechnet, dass es der letzte sein sollte. Danach wurde erst einmal verworfen. Zwar stand die Abwehr mit einem sicheren Patrick Rösch dahinter, doch der Ball wollte nicht ins Eckige. Besonders die Außen, an denen der VfL in dieser Runde so viel Freude hatte, leisteten sich ein Fehlwurforgie. Das zweite Günzburger Tor durch Nico Jensen fiel dann immerhin in der 16. Minuten und beschreibt die sehr kritische Handball-Anamese. Die entschlosseneren Münchner, die im Angriff die durchschlagskräftigeren Rückraumspieler hatten, nützten nun den Schwächezustand des VfL und zogen erst einmal auf 10:4 davon.

Schlimmer wurde es danach nicht mehr. Denn eines musste man dem VfL-Team zu Gute halten, gekämpft wurde. Der reine Wille sich nach dem Anzingspiel zu rehabilitieren war da. Mit viel Einsatz gelang es den Unterhachingern, denen das Wasser im Nichtabstiegskampf bis zum Hals stand, jedoch den Günzburger Angriff nahezu komplett zu neutralisieren. Bei einem 12:7 auf der Anzeigentafel wurde gewechselt.

Da Trainer Hofmeister an das Gute im Günzburger Handballer glaubt und gerade in dieser Runde schon einiges umgebogen wurde, blieb die Ansprache gelassen: Was sind im Handball schon fünf Tore? Möglichkeiten zur Fehlerreduzierung boten sich viele. Eine frühe Zeitstrafe, diesmal gegen einen VfL-Spieler verhinderte die schnelle Annäherung. Beim 16:10 schwächelten die Gastgeber. Nun waren sie dran mit „Verwerfen“. Oder umgekehrt formuliert Patrick Bieber hielt was zu halten war, reihenweise machte er „Hunderprozentige“ zu nichte. Youngster Lukas Rembold, der noch zu den besten weinroten Angreifern gehörte erzielte eine Treffer, Nico Jensen folgte ihm und Jonas Guckler beendete die „Außenseuche“. 51. Minute: 16:14 auf dem Spielprotokoll. TSV-Trainer Sorger nahm die Auszeit, der lautstarke Schwabentross auf der Tribüne hoffte, ein packender Kampf war es immerhin geworden. Noch einmal beim 17:15 war der VfL dran. Ein Doppelpack durch den Ex-Gundelfinger Philipp Heinle und Christoph Behm zum 19.15 in der 56. Minute brachte die Vorentscheidung. Die üblichen Versuche mit einfacher, doppelter und offener Manndeckung halfen nicht. Das 20:18 war ein gerechtes Ergebnis. Es spiegelt den Mangel: Viel Kampfkraft, aufrichtigen Abwehrwillen und vor allem kaum Angriff – genau so war es auch.

Es kämpften: Knittl (1), Rembold (2), Guckler (3), Jahn, Leix (1), J. Hermann (1), Groß (1), Jensen (4), Lehr (1), N. Hermann, Jäger (1) und Scholz (3).

 

Damen 1 Landesliga

 

Damit hatte im Vorfeld des Spiels der Günzburger Damen im Allgäu niemand gerechnet, dass es so eine knappe Angelegenheit werden würde. Eigentlich waren die Vorzeichen klar gesteckt. Dietmannsried auf einem Abstiegsplatz, Günzburg ganz oben an der Tabellenspitze – das hätte eine deutliche Sache werden können. Es war aber auch klar, dass die Allgäuerinnen sich mit aller Kraft gegen den Abstieg stemmen und nochmals alles geben werden, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

So wurden die Weinroten von einer massiven Angriffswelle der Gastgeberinnen überrascht und ehe sie sich versahen, lagen sie mit 4:8 im Rückstand. In dieser Phase des Spiels wollte den Günzburgerinnen auch gar nichts gelingen. Reihenweise Fehlwürfe im Angriff, die durch die starke gegnerische Abwehr provoziert wurden, und Abstimmungsprobleme in der Abwehr, die es den Damen  aus Dietmannsried leicht machten zum Abschluss zu kommen, prägten das Spielgeschehen in der ersten Spielhälfte.  Trainer Stephan Volmering sah sich somit gezwungen bereits nach 11 Spielminuten eine Auszeit zu nehmen und seine Spielerinnen neu zu justieren. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft und die Günzburgerinnen besannen sich auf ihre Kampfstärke und holten Tor um Tor auf, sodass beim Stand von 15:15 die Seiten gewechselt werden konnten. Es war vor allem Evelyn Jorga, die die erkrankte Martina Jahn sehr gut vertrat und ihr Team bei der Stange hielt. Sie verdiente ein ausdrückliches Sonderlob des Trainers.

Auch die zweite Halbzeit entwickelte sich zunächst wieder äußerst zäh. Statt den Lauf vom Ende der ersten Halbzeit fortzusetzen, taten sich die Spielerinnen des VfL erneut schwer, zu ihrem gewohnten Spiel zu finden. Nach einer Viertelstunde stand es gerade mal 22:21 und das Ergebnis der Partie war zu diesem Zeitpunkt völlig offen. Die Günzburgerinnen steckten den Kopf jedoch nicht in den Sand  und so konnte Stephan Volmering nach dem Spiel  seinem Team großen Respekt zollen. Sie haben trotz des ganzen Pechs, das an diesem Samstagabend seinen Spielerinnen an den Fingern zu kleben schien, nie aufgegeben und „gekämpft und gekämpft“! Immer wieder sprachen sie sich gegenseitig Mut zu und puschten sich. So konnte sich endlich die gewohnt starke Abwehr der Günzburgerinnen wieder formieren, Überzahl ausgespielt werden und damit leichte Tore im Angriff erzielt werden. Fünf Minuten vor Spielende führte der VfL dann schlussendlich mit 28:25. Eine Zweiminutenstrafe gegen den VfL in der Schlussphase des Spiels gab den Gastgeberinnen  nochmals Aufwind, aber glücklicherweise reichte es dann doch nur noch bis zum Anschlusstreffer zum 27:28

Am Ende dieser sehr zähen Partie konnte der VfL dann doch die beiden Punkte für sich verbuchen.

Für den VfL spielten: Lisa Gremmelspacher im Tor, Tanja Stoll (7/2), Evelyn Jorga (5), Catherina Harder (5), Lea Walter (3), Alena Harder (3), Judith Deutschenbauer (3), Sina Schütte (2),  Patricia Kubasta, Ines Leix, Isabelle Mengele

 

A – Junioren  Bundesliga

 

Beim bayrischen Ranglistenturnier der männlichen A-Jugend in Günzburg belegte der VfL den dritten Platz. Im Verhältnis zu den letzten Jahren waren die vier besten bayrischen Jugendmannschaften ausgeglichener. Das überlegene Top-Team oder das Kanonenfutter gab es diesmal nicht. Der VfL Günzburg begann mit der Begegnung gegen die SG DJK Rimpar. Die Nordbayern waren der Geheimfavorit, spielten sie doch schon in der letzten Saison in der Bayernliga-A-Jugend und errangen dort die Meisterschaft. Die Einheimischen um Nationalspieler Frieder Bandlow zeigten sich jedoch von den Vorschusslorbeeren unbeeindruckt und gewannen überlegen mit 28:20. Auch das zweite Spiel bot eine Überraschung die Handballakademie Bayern schlug den favorisierten Erstliganachwuchs des HC Erlangen mit 23:18. Generell sind die fränkischen Mannschaften mit ihren Wechselwirkungen zu den Erst- und Zweitligisten aus Erlangen, Rimpar oder Coburg immer ein wenig im Vorteil. Zumindest zu Beginn war das diesmal nicht so.

Im zweiten Spiel traf der VfL auf die Erlanger. Es war ein besonderes Spiel, weil Devin Ugur erst kürzlich aus Erlangen zu seinem Heimatverein zurückgekehrt war. Die Erlanger gingen im Prestigekampf deutlich cleverer vor, während sich der VfL in Einzelaktionen verzettelte. Nach hoher Gästeführung kamen die Schwaben auch durch ein herrliches direktes Tor über das ganze Feld durch Torwart Fabio Bruno noch einmal auf zwei Treffer heran. Die zahlreichen Zuschauer forderten lautstark die Wende. Doch die Mittelfranken ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewannen hoch verdient mit 20:16.

Im letzten Spiel ging es dann gegen die Handballakademie Bayern. Meist führten die Weinroten. Kurz vor der Halbzeit mangelte es wieder an taktischer Übersicht und im zweiten Durchgang war die Abwehr von allen guten Handballgeistern verlassen. Und so kam es wie es kommen musste, bei Unentschieden wurde 30 Sekunden vor Schluss eine Auszeit genommen.Geholfen hat sie leider nicht: Ein Fehlwurf, ein Münchner Gegenstoß und kurz vor Abpfiff eine 24:25-Niederlage,

Dem VfL merkte man an, dass er individuell über viele Möglichkeiten verfügt, aber eben noch nicht eingespielt ist. Trainer Hofmeister ist froh, dass die viel zu knappe zweiwöchige Vorbereitung auf die Quali halbwegs gut gegangen ist und freut sich auf drei Trainingswochen ohne Spielstress, in denen an der mannschaftlichen Geschlossenheit gearbeitet werden kann, ehe es dann im Mai auf Süddeutscher Ebene weiter geht.

Die Handballakademie wurde als Turniersieger mit einem Heimrecht belohnt. Der VfL muss entweder nach Nord- oder Südbaden reisen.

 

Hier der Link zu den Ergebnissen:

http://bhv-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaHBDE.woa/wa/groupPage?championship=BHV-Quali+2018&group=220525

 

Starke Mannschaften - Starke Leistung - Starke Zukunft

 

                                                         " Der Günzburger Weg "

                                     unsere Jugend

                                          unsere Zukunft

                                              unser Weg

Besuchen Sie uns:

VfL - Handball :                        https://www.handball-guenzburg.de/

Facebook :                              https://www.facebook.com/vflguenzburghandball?ref=stream