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VfL Günzburg
VfL Handball

VfL Handball:: Dienstag 18. September Nachberichte " KOMPAKT " vom Wochenende 15. / 16. September 2018

Nachberichte vom Handballwochenende 15. / 16. September 2018

      4.  Liga    Männer 1

 

Nach einer überragenden Vorsaison reisten Fans und Spieler voller Siegeszuversicht an den Main. Eigentlich ein gutes Gefühl en vogue zu sein, doch bei genügender Naivität und Selbstverliebtheit, kann da  eine Mannschaft selbst in einem schön beklebten Erfolgsbus voll in die falsche Richtung fahren. Mangelnder Respekt vor dem Gegner und die Nichtannahme einer offenen Wettkampfsituation, wenn man ein Spiel also vorher schon so gut wie gewonnen hat sind kein guter Begleiter zu einer Auswärtsfahrt. Besonders nicht nach Rimpar, das kleine Handballdorf ist stolzer Zweitligist. Dort wird nichts dem Zufall überlassen: Eine durchdachte sportliche Struktur ist die Basis, dazu gehört auch eine “Zweite in der Bayernliga”, wenigstens das sollten die entrückten Spieler der “VfL-Ersten” nun erkannt haben.

Am witzigsten war noch die Hinfahrt. Ein Stück Gummi war am Reifen lose, so dass die Fahrt ins Handball-Blaue zu rattern begann. “Tapen”; schlug Physio-Legende Winfried “Mahle” Wagner vor, Abteilungsleiter-Papa Franz Spengler setzte sich am Ende mit dem Brotzeitmesser durch und schnitt zur Tat. Dann war wieder alles ruhig, so wie später in der Abwehr.

Bei der Aufwärmung das nächste “Beruhigungsmittel”; der Dreh- und Angelpunkt der letzten Jahr Torjäger Mayer saß nur auf der Tribüne. Er hat es in den Zweitligakader gebracht. Herzlichen Glückwunsch! Alles Grüne sah plötzlich jünger und viel kleiner aus. Kann so etwas gefährlich sein? Der Gastgeber erinnerte an das junge VfL-Team im ersten Bayernligajahr als man noch respektvoll um sein Handballleben rannte nur um vielleicht einmal zu punkten. .

Den etwas besseren Start hatte der VfL Günzburg trotz einer frühen, berechtigten Zeitstrafe gegen Raphael Groß. Vor allem Dank eines sehr gut aufgelegten Torwartes Dennis Mendle stand zunächst ein 3:4 auf der Anzeigentafel. Bis zum 9:8 durch einen aktiven Michael Jahn war die Partie nach außen komplett ausgeglichen. Doch in der Abwehr sah es nie gut aus. Die Gastgeber waren schneller und kamen durch gut vorbereitete Körpertäuschungen und Kooperationen mit dem Kreisläufer ohne großen Aufwand in klare Abschlusssituationen. Und nach dem die erste Günzburger Torwartherrlichkeit vergangen war, begannen die Franken die Begegnung zu kontrollieren. Der 12:16-Rückstand zur Halbzeit entsprach den Leistungsverhältnissen. Die DJK spielte toll.

“Das kann nur besser werden”, dachte der grund-optimistische schwäbische Handballfan bei der Pausen-Brotzeit. Das wurde es auch – ein wenig, zumindest in der Abwehr. Alles wurde ein dichter und auch eine Abwehrumstellung erleichterte die Handballarbeit. Doch in dieser Phase hielt der starke Rimparer Keeper seinen Farben den Abstand. Einen “Freien” nach dem anderen entschärfte der scheinbar vielarmige Zerberus. Bis zur 47. Minute verkürzte das Team um den wurf-witzigen Rechtsaußen Lehr einfach nicht. Und wenn man so viel liegen lässt, dann weiß selbst der einfachste Fußballer, dass das nicht lange gut geht. Einzelne Verzweiflungstaten, weil der Gegner sich halt sehr anstrengte, folgten und anstelle der Aufholjagd, stand es 27:20. Harter, gerechter Leistungssport, die einen unberuhigt, voller Handlungsfreude.. Beim 29:21 in der 54. Minute war die Messe noch vor dem Sonntag gelesen. Es bestand im Prinzip nie eine Siegeschance, dazu fehlte die richtige Herangehensweise. In der Schlussphase gelang durch vier Jäger- und zwei Jensen-Tore noch ein wenig Ergebniskosmetik. Rimpar war sich ab da sicher, dass nichts mehr anbrennen kann. Das reduziert die Aufmerksamkeit, macht langsam, eröffnet dem Gegner einfache Durchbruchsmöglichkeiten. Zu diesem Zeitpunkt gegen so einen Gegner wie den VfL vertretbar, zu Spielbeginn eine grundfalsche Haltung.

Die stärkste Günzburger Leistung brachte an diesem Tag “Mindel-Reisen”: Chef und Senior-Chef Raimund Dirr reisten mit dem PKW ins Fränkische nach und wechselten während des Spieles den Reifen um jedes minimale Risiko auszuschließen. Vielen Dank dafür. Ihre Entscheidung gleich wieder zurückzufahren und keinen Blick in die Halle zu werfen, war an diesem Tag richtig – leider. Auch die jungen Schiedsrichter Fass/Güßregen, sowie Zeitnehmer und Sekretär brachten ihre Leistung. Es war also nicht alles schlecht.

 

Damen 1 Landesliga

 

Perfekte Auftaktleistung der Damen in der Landesliga Nord

Einen nie gefährdeten 31:22 (19:11) Sieg bescherte den Günzburger Damen ihr erstes Saisonspiel in Rimpar.

Das war ein Start in die Punktrunde nach Maß und ganz nach dem Geschmack der beiden Trainer Jürgen und Peter Kees. Auch wenn sie die Leistungsstärke ihres Teams sehr gut kannten und insgeheim mit einem doppelten Punktgewinn beim Bayernligaabsteiger in Rimpar gerechnet hatten, so waren sie mehr als angetan von der Höhe des Erfolgs. Voll des Lobes an ihr Team kehrten sie am Samstagabend erschöpft von der langen Fahrt nach Hause zurück. Jürgen Kees brachte das Spielgeschehen mit einem Satz auf den Punkt: „Das war eine tolle Mannschaftsleistung, wie ich mir sie besser nicht hätte wünschen können! So etwas macht Lust auf mehr!“

Schon der Beginn des Spieles ließ ahnen, dass Günzburg keinen Zweifel am erhofften ersten Auswärtssieg aufkommen lassen würde. Ein perfekter Start mit drei blitzsauberen Toren von Martina Jahn, Lena Götz und Tanja Stoll brachte den Weinroten schon nach knapp zwei Minuten eine 3:0 Führung. Ein verworfener Siebenmeter der Günzburgerinnen und eine konzentrierte Angriffsleistung der Gastgeberinnen  ermöglichten diesen nach weiteren 4 Spielminuten den Anschlusstreffer zum 3:2. Das war aber dann bereits das Ende des erhofften Lichtblicks für die Unterfranken. Mit einer  geschlossenen Mannschaftsleistung der Weinroten wurden alle Spielerinnen im Angriff perfekt in Szene gesetzt, darüber hinaus machte eine felsenfest stehende Abwehr den Gegnerinnen das Leben so schwer, dass diese bereits nach 12 Spielminuten beim Stand von 8:3 eine Auszeit nehmen mussten. Das hielt das Team aus Günzburg aber nicht davon ab, den Vorsprung konsequent zu einem beruhigenden 19:11 Halbzeitstand auszubauen.

Der Beginn der zweiten Spielhälfte gestaltete sich zunächst etwas zäh auf beiden Seiten. Bis zur 40. Spielminute gelang den Günzburgerinnen nur ein Treffer durch Nina Porkert. Glücklicherweise platzte dann aber endlich wieder der Knoten. Eine bestens aufgelegte Elena Hoffmann entschärfte zwei Siebenmeter der Gastgeberinnen und vorne bombte eine ebenso gut aufgelegte Lena Götz ihre Würfe ein ums andere Mal ins gegnerische Tor.  Auch das Zusammenspiel von Rückraum und Kreis funktionierte hervorragend:  5 Tore am Kreis von Hannah Sperandio – fast ausschließlich nach schönen Anspielen von Martina Jahn, die selbst ebenfalls dreimal einnetzte – sind ein Beweis dafür, dass die jungen Spielerinnen nahtlos in das Team der Mannschaft integriert worden sind.

Rimpar versuchte vergeblich fast die gesamte zweite Halbzeit über mit 7 Feldspielerinnen die Günzburger Abwehr mürbe zu machen. Die Weinroten ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und konnten mit ihrer Deckungsarbeit auch hier überzeugen. Aus dieser effizienten Deckung heraus gelang es Martina Jahn und Lena Götz 2 Treffer über das ganze Spielfeld in das verwaiste gegnerische Tor zu platzieren, sehr zur Freude der Trainer und der mitgereisten Zuschauer.

Gestärkt durch diese wirklich überzeugende Mannschaftsleistung freut sich nun das ganze Team auf das erste Heimspiel am kommenden Samstag  um 17.30 Uhr gegen Herzogenaurach.

Für den VfL spielten: Lisa Gremmelspacher und Elena Hoffmann im Tor, Lena Götz (10), Hannah Sperandio (5), Nina Porkert (5), Tanja Stoll (4/1), Martina Jahn (3), Alena Harder (2), Judith Deutschenbauer (2), Patricia Kubasta und Réka Kovàcs

 

A – Junioren  Bundesliga

 

Einsatz stimmte – das Ergebnis leider nicht.

A-Jugend verliert in Konstanz mit 24:32 (13:16)

Hochmotiviert gingen die Jungs des VfL Günzburg in die Partie in Konstanz. Auch wenn Frieder Bandlow und Jonathan Stegmann fehlten, die schulisch bedingt nicht dabei sein konnten, wollten die Jungbundesligisten durch ihren Einsatz zeigen, dass sie auch am Bodensee volle Leistung bringen können. Dies klappte vor allem am Anfang des Spiels hervorragend. Nach 6 Spielminuten führte der VfL mit 1:3. Jedoch war da bereits zu erkennen, welche Qualitäten der Gegner im Gegenstoßspiel auffahren kann. Jeder Fehler oder Fehlschuss wurde sofort von den blitzschnellen Außenspielern der Gastgeber bestraft. So gelang diesen schnell der Ausgleich und der Führungstreffer zum 4:3. Nun kam allerdings die beste  Phase der Günzburger. Eine bewegliche Abwehr mit einem sehr starken Fabio Bruno im Tor und einer überzeugenden Angriffsleistung bescherte einen 4:7 Vorsprung.  Leider wurde dieser innerhalb der drei folgenden Minuten durch zu frühe Abschlüsse und schlechtes Rückzugverhalten wieder verschenkt. Das Spiel bewegte sich nun auf Augenhöhe. Günzburg war im Positionsspiel in Angriff und Abwehr stärker, Konstanz dominierte in der ersten und zweiten Gegenstoßwelle. So stand es bis zur 26. Minute ausgeglichen 13:13. Kleine Unkonzentriertheiten auf Günzburger Seite wurden dann allerdings sofort von Konstanz genutzt und so gelangen ihnen drei Treffer in Folge zum Halbzeitstand von 16:13.

Ein ähnliches Bild zeigte sich in der zweiten Spielhälfte. Solange Kraft und Konzentration stimmten, hielten die Weinroten gut mit. In der  42. Minute war das Spiel beim Stand von 21:19 für Konstanz noch völlig offen. Eine 10-minütige Schwächephase der Günzburger Jungs ließ das Spiel leider zugunsten der Gastgeber kippen. Einige technische Fehler und überhastete Würfe ließen die Günzburger Jungs immer wieder in die Gegenstoßfalle der Konstanzer tappen. Die Folge war ein trauriges 27:20 in der 52. Minute. Damit war leider das Spiel entschieden. Die Günzburger versuchten dann zwar noch zu retten, was zu retten war, konnten die 32:24 Niederlage aber nicht mehr abwenden.

Positiv zu erwähnen ist der nicht nachlassende Einsatz der Mannschaft über die volle Spielzeit von 60 Minuten. Das Fehlen von Frieder Bandlow  konnte jedoch nie ganz kompensiert werden. Großes Lob geht vom Trainer Rudi Jahn an Johannes Rosenberger, der mit viel Einsatz in Abwehr und Angriff auf dieser für ihn ungewohnten Position versuchte, dieses Handicap wettzumachen.

Ein großes Dankeschön geht an HP Beer. Als HP eine Stunde nach dem Spiel schweißüberströmt aus der Kabine kam, war deutlich zu erkennen, dass er mal wieder Schwerstarbeit zum Wohle der Spieler verrichtet hatte.

Für den VfL spielten: Fabio Bruno und Martin Freund im Tor, Devin Ugur (6), David Pfetsch (5), Johannes Rosenberger (4), Tim Hafner (3), Lukas Bär (3), Louis Dück (2), Michael Stoldt (1), Sebastian Grabher, Alexander Jahn, Jonas Hämmerle, Tobias Pröbstle  und Adam Czako, dessen Tor vom Kampfgericht einem anderen Spieler zugeordnet wurde.

 

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