Direkt zum Inhalt
VfL Handball
VfL Günzburg Handball

VfL Handball:: Dienstag 9. Januar 2018 Nachberichte " KOMPAKT " vom Wochenende 6. / 7. Januar 2018

VfL Handball Nachberichte

Männer 1        Liga 4

 

 

Der Favorit verdirbt sich das Fest

Weil den jungen Günzburgern diesmal das richtige Werkzeug fehlt, scheitern sie im Prestigeduell klar. Der Trainer spricht von Überheblichkeit – und ist dennoch nicht vollends unzufrieden mit seinem Bayernliga-Team

Alles war zum Handball-Fest gerichtet. 800 Zuschauer und damit mehr als irgendwann zuvor in dieser Bayernliga-Spielzeit strömten in die Rebayhalle, die meisten von ihnen, um einen Sieg ihrer Weinroten zu sehen. Und tatsächlich startete der gastgebende VfL Günzburg erstmals in der jüngeren Vereinsgeschichte als Favorit in ein Derby gegen den TSV Friedberg. Genau da lag jedoch das Kardinalproblem, sagte Trainer Stephan Hofmeister gestern Abend unmittelbar nach dem ernüchternden 23:26 (11:16): „Das hat zu falschen Schlüssen geführt und diese Überheblichkeit hat uns nicht gutgetan.“ Insgesamt, so Hofmeister weiter, schmeichelte das Endergebnis den Seinen sogar.

So hart sich das anhören mag, es trifft den Kern. Diesmal scheiterte die nach wie vor jüngste Mannschaft der Liga an einem routinierten Gegner, der voll konzentriert und mit dominanter Körpersprache zum ersten Spiel im Kalenderjahr antrat, der einen überlegenen Matchplan mit in die Rebayhalle brachte und der mit den besseren Einzelspielern glänzte. Entschieden wurde die Sache bereits in der ersten Halbzeit, als die Günzburger vor allem den rechten Rückraumspieler der Gäste, Thomas Wagenpfeil, überhaupt nicht in den Griff bekamen. „Er hat mit unserer gesamten Abwehr gemacht, was er wollte“, analysierte Hofmeister mit missmutiger Miene. Und im eigenen Angriff kamen die Außenspieler nicht so zum Zug, wie es die Günzburger gewöhnt sind. Was nicht allein ihre Schuld war, wie Hofmeister festhielt: „Es lag schon auch am überragend haltenden Friedberger Torwart Benjamin von Petersdorff.

Schnell deutete sich an, dass es kein leichter Tag für die Weinroten werden würde. Den ersten Wurf der Gäste parierte Torwart Patrick Bieber (neben Manuel Scholz und Stefan Knittl einer von drei Günzburgern mit einer Vergangenheit im Friedberger Trikot), danach trafen die Gäste zeitweise nach Belieben. Schnell stand es 0:3 (4.). Ein Strohfeuerchen später, beim 4:5, sah die Sache kurzzeitig freundlicher aus. Doch Friedberg kombinierte gleich wieder, was das Zeug hielt, erzielte ein Zaubertor zum 4:9 (14.) und als Fabian Abstreiter ein sagenhaftes No-Look-Anspiel gelang, ließ sich der Günzburger Michael Jahn zu einer Ringereinlage hinreißen, die ihm zwei Minuten Zeitstrafe einbrachte (er schrammte mit dieser Aktion haarscharf an der Roten Karte vorbei, ließ sich das Schiedsrichtergespann entlocken). Beim 5:11 sprach Günzburgs Tausendsassa Siegfried Walburger davon, nun sei „schon ein dickes Brett zu bohren“, wolle man den Rückstand noch aufholen. Doch davon blieben die Weinroten weit entfernt; ihnen fehlte schlicht das Werkzeug. So blieb es in etwa beim Status quo.

Hoffnung auf eine Aufholjagd machte den Günzburgern an sich nur, dass Wagenpfeil nach dem Seitenwechsel nicht zurück aufs Feld kam. Der Günzburger Youngster Jakob Hermann hatte ihn drei Sekunden vor Schluss der ersten Halbzeit von hinten niedergestreckt – man konnte es gerade noch so als „normale Derby-Härte“ durchgehen lassen. Doch weiterhin erwies sich der Günzburger Rückraum als zu wenig durchschlagskräftig, leisteten sich die Weinroten zu viele Fehlwürfe. Näher als auf vier Tore Rückstand konnten sich die Gastgeber bis in die letzte Spielminute hinein nie mehr heranarbeiten. Friedberg spielte die Sache clever nach Hause, begann auch früh damit, bei eigenem Ballbesitz das Zeitfenster voll umfänglich zu nutzen und warf praktisch nur noch die ganz sicheren Dinger. Das genügte locker.

Vorzeitig aufgeben musste gestern Stefan Knittl. Er verletzte sich am linken Knie; nach einer ersten Diagnose zog er sich einen Muskelfaserriss und eine Innenbandverletzung zu. Doch es gibt auch Personalnachrichten, die Hofmeister zuversichtlich stimmen. Nach der nun anstehenden Drei-Wochen-Spielpause werden Patrick Rösch und Daniel Jäger wieder dabei sein. „Das wird uns zusätzliche Stabilität verleihen“, freut sich der Coach. Lobend erwähnte er auch die Auftritte seiner Nachwuchsakteure Jonas Guckler und Jakob Hermann; beide hätten gegen Friedberg couragierte Leistungen gezeigt. Dass sein Team mit nun 18:10 Zählern vorerst Tabellendritter in Bayerns höchster Spielklasse bleibt, feierte Hofmeister mit einer Extra-Dosis Schnupftabak.

VfL Günzburg: Bieber, Mendle; Knittl (2/1), Guckler (2), Jahn (1), Buck, Leix (1), J. Hermann (3), Groß (2), Jensen (7), Lehr, N. Hermann (3), Scholz (2)

(Bericht aus der Günzburger Zeitung)

 

 

Damen 1 Landesliga

 

Gegen die Bundesligareserve des HCD Gröbenzell unterlagen die Günzburger Landesliga-Damen am Ende ein wenig  zu hoch mit 26:35 (13:16). Die jungen Trainer Stephan Volmering und Reini Müller, die so sehr auf ihr Team bauen, taten sich danach schwer mit einer Analyse. Zu enttäuscht waren sie von der Darbietung. Entlocken ließen sie sich immerhin, dass viel zu viele technische Fehler gemacht wurden. Achtzehn Mal wurde der Ball durch einen technische Unfertigkeit in die Hände der flinken Gegenspielerinnen vertändelt und nur 45 Prozent der Würfe fanden ihr Ziel. So kann man ein Landesliga-Spiel nicht gewinnen. Viel könnte an der schlechten Vorbereitung gelegen haben. Hier schwang bei Stephan Volmering leise Enttäuschung mit, schwach war der Trainingsbesuch in der Vorbereitungswoche. Die Weihnachtspause war zu üppig ausgefallen.

Es lag aber auch am Gegner: HCD Gröbenzell trat überhaupt nicht wie ein Tabellenachter auf, sondern wie eine stolze Bundesligareserve. Immer einen Tick schneller, voller Handball- und Lauffreude. Marie Graf mit sieben Toren und Verena Oßwald, aus dem Bundesligakader, mit zehn Treffern waren nie zu bändigen.

Das erste Tor erzielte Michaela Müller zum 1:0 für die Gäste. Keiner der vielen treuen Günzburger Damen-Handballfans hat zu diesem Zeitpunkt ahnen können, dass der VfL in diesem Spiel kein einziges Mal führen sollte. Bis zum 3:3 bekämpften sich beide Teams erst einmal Ergebnis-offen. Dann zeigten die Oberbayerinnen ihre Überlegenheit und zogen auf 3:7 davon. Gewohnt kampfstark erkannten die VfL-Spielerinnen dadurch schnell, dass sie es hier keineswegs mit irgendeinem Team aus dem Mittelfeld zu tun hatten. Auf gab erst einmal niemand. Es wurden die richtigen Schlüsse gezogen. Alena Harder gelang mit ihrem 6:8 die Tuchfühlung in der 15. Minute. Erneut zogen die Gröbenzellerinnen an: 6:11!

Dank großem Einsatz und trotz etlicher Fehler kamen die VfL-Spielerinnen wieder ran: Sina Schütte erzielte mit einem Siebenmeter das 10:12, ehe die entschlossene Alena Harder zum 11:12 traf. Mit 13:16 wurden die Seiten getauscht.

Die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten. Die Gäste stellten an diesem Tag das bessere Team, die Volmering-Schützlinge versuchten das mit Kampf auszugleichen und machten dabei zu viele Fehler. Eine Zeitstrafe gegen Lea Walter nützen die Spielerinnen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck um 15:18 auf 15 :20 davonzuziehen. In immer ungefähr diesem Abstand plätscherte die Partie bis zur 53. Minute dahin (Spielstand: 24:29).  Dann erlahmte die schwäbische Kampfkraft, den konsequenten Gästen gelang zum Spielschluss ein unangenehmer 7:2-Lauf. So prangte nach Spielende eine zu hohe 26:35-Niederlage von der Anzeigentafel der Rebayhalle.

Der VfL ist damit mit 15:11-Punkten Fünfter, weit weg von früheren Aufstiegsambitionen. Zu dominant sind in dieser Saison die beiden Tabellenführer Haunstetten II (ein Minuspunkt) und TSV Vaterstetten (fünf Minuspunkte). Die neue Aufgabe „möglichst gut abzuschneiden“, endlich aber auch einmal ohne den Druck einer kleinen Aufstiegsmöglichkeit befreit aufspielen zu können, muss in den nächsten Wochen offen und mit Freude angenommen werden, dann steht trotz der Heimniederlage einer bomben Rückrunde nichts im Weg.

Es spielten: Gremmelspacher, Hoffmann, A. Harder (6), C. Harder (4), Schütte (4/4), Kubasta, Stoll (5), Kovacs (1), Mengele, Jahn (2), Jorga (2), Walter (1) und Deutschenbauer (1).

 

 

Männer 2        Bezirks - Oberliga

 

Am Sonntag Morgen um 10:30 Uhr hatte die 2. Männermannschaft den TSV Aichach zu Gast in der Rebayhalle. Mit 7 Siegen aus den letzten 7 Spielen, mitunter gegen den Ligafavoriten aus Göggingen, konnten die Aichacher zuletzt Ihre Titelambitionen in der Bezirksoberliga untermauern. Die Gastgeber konnten mit Unterstützung der noch spielfreien A-Jugend antreten.

Der Anfang verlief ausgeglichen, beide Mannschaften wirkten zu Beginn etwas verhalten. So stand es nach 14 Minuten 4:4. Im Angriff versuchten die Günzburger Ihre Abstimmung zu finden. Die Defensive stand zu passiv gegen die schnellen Aichacher Angreifer, die immer wieder zu freien Einwurfmöglichkeiten kamen. Glücklicherweise hatte Günzburgs Torhüter Dominik Ziegler einen Sahnetag erwischt, konnte reihenweise freie Würfe der Gäste entschärfen und sorgte so für die 11:10 Halbzeitführung.

Im 2. Abschnitt fanden die Angriffsreihen beider Teams besser ins Spiel. Die Günzburger Rückraumachse um Reini Müller, Andi Konopa und Julian Schüller hatten nun Ihr Visier gut eingestellt und kamen wiederholt aus der 2. Reihen zum Erfolg. Nach 45 Minuten stand es 21:19 für die Gastgeber. Dann die Vorentscheidung – angetrieben von den stark spielenden A-Jugendlichen um Lukas Rembold und Stephan Jahn konnten sich die Günzburger mit einem 5:0 Lauf vorentscheidend auf 26:19 absetzen. Am Ende sicherte sich die Bayernligareserve ein 29:21 gegen den Favoriten aus Aichach und somit 2 wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sichern.

Für den VfL spielten: Dominik Ziegler und Martin Frey im Tor, Julian Rothbauer (1), Marius Schmid, Andreas Konopa (2), Nils Ahrens (3), Julian Schüller (2), Stephan Jahn (3), Reinhard Müller (8/4), Tobias Pröbstle, Marco Steck, Manfred Grimm, Tim Walter (1), Lukas Rembold (9/3)

 

Starke Mannschaften - Starke Leistung - Starke Zukunft

 

                                                         " Der Günzburger Weg "

                                     unsere Jugend

                                          unsere Zukunft

                                               unser Weg

 

 

                                                                                

 

Besuchen Sie uns:

 

 

VfL - Handball :                        https://www.handball-guenzburg.de/

 

 

Facebook :                              https://www.facebook.com/vflguenzburghandball?ref=stream