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VfL Günzburg
VfL Günzburg Handball

VfL Handball: Mittwoch 15. November 2017 Nachberichte " KOMPAKT "

Nachberichte Männer 1 und Damen 1

Männer 1 Bayernliga

Die gut gefüllte Nordtribüne der alt ehrwürdigen Rebayhalle war schon vor dem Anpfiff schöner Lohn für die bislang beherzten Auftritte der Günzburger Bayernligahandballer in dieser Saison. Die Zuschauer brauchten ihr Kommen auch wirklich nicht zu bereuen. Zusammen mit einem starken Rothenburger Gegner wurde bedingungsloser Tempohandball geboten. Durch eine Leistungssteigerung in der Abwehr der zweiten Halbzeit gewann der VfL  29:26 (16:14): Bis dahin musste wirklich sehr ordentlich gerannt werden. Ein gemütlicher Spaziergang war das nicht.

Die Anfangsführung gelang den Weinroten durch Tore von Manuel Scholz und Raphael Groß. Sie hielt nicht lang, denn der insgesamt neunfache Torschütze Nedim Jasarevic glich mit einem Siebenmeter zum 2:2 aus. Schon in den ersten Minuten wurde eine famose Tempohatz geboten. Dabei machte der VfL nach vorne durch Turbo-Antreiber Raphael Groß einen starken Eindruck, in der Rückwärtsbewegung bekam man den mittelfränkischen Gast aber zunächst kaum zum Stehen. Beim 4:5 schlug sich dieses Ungleichgewicht erstmals im Ergebnis negativ nieder. Doch damit nicht genug. Der zuletzt so abschlusssicher Nico Jensen und Rückkehrer Pascal Buck hatten ihr Visier gegen den sehr starken Gästetorwart noch nicht richtig eingestellt, nicht nur daraus resultierten weitere schnelle Gegenstoßtreffer. 5:8! Mit Kapitän Axel Leix hatte Trainer Hofmeister allerdings noch einen Trumpf auf der Bank, den er in dieser Phase zog. Mit ihm kam deutlich mehr Durchsetzungsvermögen in die schwäbischen Abwehraktionen. Ein Dreierpack von Stefan Knittl, Manuel Scholz und Jonas Lehr egalisierten den Rückstand. Schon hier zeichnete sich ab, dass es im Angriff ein Spiel der Außen werden sollte. Mustergültige Gegenstoßpässe von Torwart Patrick Bieber waren dafür oft der Ausgangspunkt. Feine Wurfkunst war da zu sehen, die ganze Mannschaft freute sich besonders für Jonas Lehr, dass ihm endlich mal wieder einfach alles gelang, selbst ein herrlicher Kempapass auf Manuel Scholz.

Doch die Rothenburger hörten nicht auf. Mal wieder durch Rückraumlinks Jasarevic prangte ein 9:11 von der Anzeigentafel. Irres Tempo und der nächste Dreierpack: Diesmal durch Nico Jensen, Axel Leix und Manuel Scholz sorgten für die nächste VfL Führung. Auch Dank guten Überzahlspieles ging es mit einem 16:14 in die Halbzeit.

Zäh wurde danach gerungen: 17:17, 18:18, 19:19. Dann eine berechtigte Disqualifikation gegen Axel Leix, der sich in den letzten Wochen hinten wie vorne in den Vordergrund gespielt hat. Manch Zuschauer schwante da nicht Gutes, seine Wichtigkeit für das Abwehrzentrum war deutlich zu sehen. Doch Mannschaften, die funktionieren reagieren in solch einer Krisensituation und rücken noch enger zusammen. Um den umsichtigen Abwehrchef Michael Jahn wurde nun bester schwäbischer Defensivbeton angemischt. Abrupt gab es kein Durchkommen mehr. Diesmal war es ein Viererpack: Pascal Buck traf nach seiner Verletzungspause erstmals – fleißig hat er dafür zwischenzeitlich trainiert – dann Niko Hermann, Stefan Knittl und Manuel Scholz. Das 23:19 in der 42. Minute war schon eine Art Vorentscheidung, bei dem Beton vor einem entschlossenen Torwart Bieber. Da weiter, erstmals in der ganzen Runde, zu viel aus dem Rückraum verworfen wurde, kam der VfL nie weiter weg als fünf Tore. Das Tempo ließ beidseits nach. In der 58. Minute stand es 28:23. Durch Risiko-Deckungen kamen die Rothenburger noch bis auf 29:26 heran.

Bei Spielern und Fans war nach zuletzt drei Niederlagen, darunter einer mit einem und einer mit zwei Toren Unterschied Freude und Erleichterung zu spüren. 10:8- Punkte ohne Daniel Jäger und Patrick Rösch sind ein Bayernligatraum und längst kein Glücksstart mehr in die Saison – zu stabil sind die Leistungen. Der Sieg war herrliche Gesprächsgrundlage ein nachfolgendes Fest in der Jahnturnhalle, zu dem die Männermannschaft Fans und Freunde eingeladen hatte. Auch hier soll es in einem Höllentempo abgegangen sein.

Es spielten: Bieber, Mendle. Knittl (6), Guckler, Jahn, Buck (3), Leix (1), J. Hermann (1), Groß (1), Jensen (4), Lehr (6), N. Hermann (1) und Scholz (6).

 Damen 1 Landesliga

Die starken Kissinger Gäste machten es den Günzburger Landesligadamen erwartungsgemäß alles andere als leicht zum Erfolg zu kommen.

Zwar sah es in den ersten 10 Spielminuten nach einer klaren Sache für die Weinroten aus, die sich schnell mit 6:3 absetzten. Ein verwandelter Siebenmeter auf der Seite der Katzen und ein verworfener Siebenmeter auf Günzburger Seite brachte die Führung jedoch ins Wanken und stärkte die Gäste. Auf die offensive Günzburger Abwehr fanden die Kissinger Damen ein ums andere Mal eine Lösung über ihre starke Kreisläuferin und führten bald mit 7:10 in der 17. Minute.

Auf die offensive Günzburger Abwehr fanden die Kissinger Damen ein ums andere Mal eine Lösung über ihre starke Kreisläuferin und führten bald mit 7:10 in der 17. Minute.

Den Kopf hängen lassen – das kennen die Günzburger Damen wahrlich nicht. Lena Götz leitete mit einem bombenstarken Treffer die Kehrtwende ein, und als Martina Jahn zum vierten Mal in Folge 2 Sekunden vor dem Pausenpfiff das Unentschieden zum 14:14 markierte, hatten die Zuschauer eine herrliche Aufholjagd ihrer Spielerinnen erlebt. Die Fans wurden einmal mehr mit einem hochklassigen und schnellen Angriffsspiel ihrer Mädels belohnt.

Nach der Halbzeit ging das Spiel sehr spannend und auf Augenhöhe weiter. In dieser Phase bis zum 20:19 (38.Minute) waren es erneut vor allem Lena Götz und Martina Jahn, die den VfL im Spiel hielten. Eine starke Günzburger Abwehr, bei der vor allem Alena Harder auf der offensiven Position heraus stach und eine überragende Elena Hoffmann im Tor machte den nun kräftemäßig nachlassenden Kissinger Mädels das Handballleben sehr schwer.

Die Spielerinnen von Stephan Volmering und Reinhard Müller verwerteten nun die aus der starken Abwehr  gewonnenen Bälle vor allem in der zweiten Welle. So konnte 10 Minuten vor Schluss eine starke 5-Tore Führung erzielt werden, die dann sicher nach Hause gespielt wurde.

30:25 war das Ergebnis eines starken Spiels der Günzburger Damen – ein Sieg, über den sie sich zu Recht freuen können.

Für den VfL spielten: Lisa Gremmelspacher und Elena Hoffmann im Tor, Martina Jahn (9/4), Lena Götz (8), Patricia Kubasta (3), Annelie Galgenmüller (2), Réka Kovács (2), Judith Deutschenbauer (2), Alena Harder (2), Isabelle Mengele (1),  Sina Schütte (1), Catherina Harder, Lea Walter, Evelyn Jorga