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VfL Günzburg
VfL Günzburg Handball

VfL Handball:: Montag 12. Februar 2018 Nachberichte " KOMPAKT " vom Wochenende 10. / 11. Februar 2018

HANDBALL " Nachschau vom Wochenende "

Männer 1        Liga 4

Trotz Faschings fanden erneut über 700 Zuschauer den Weg in die Günzburger Sporthalle. Grüner Farbtupfer waren die lautstarken Fans aus Waldbüttelbrunn. Toll waren sie maskiert, rhythmisch trieben sie ihre Farben mit Trommeln an. Sie waren mit den Zug angereist, über Nürnberg und Treuchtlingen. Etliche Stadträte und sogar der vielbeschäftigte; sportbegeisterte Günzburger Oberbürgermeister Gerhard Jauernig gaben sich die Ehre. Mit Wilfried Läbe, dem Vater und Macher des VfL-Europapokalmärchens war auch eine lebende Handball-Legende in der Rebayhalle. Natürlich sah er keinen Bundesliga-Handball, aber mitreißenden Freizeit-Profi-Handball. Kein Weinroter brauchte sein Kommen zu bereuen. Die Günzburger Jugendhandball-Bewegung unterstrich eindrucksvoll ihre Ambitionen auf die Vizemeisterschaft, zeigte in der 1. Halbzeit Saisonbestleistung (16:9-Führung) und gewann auch in der Höhe verdient mit 32:26.

Die DJK Waldbüttelbrunn war für die jungen VfL-Spieler immer das Maß. Chancenlos verloren die kleinen VfL-Buben im ersten Lehrjahr das Hinspiel bei den Hünen. Auch mit Hilfe des Motivationstrainers Stefan Sillmann konnte schon das Rückspiel gegen den vormaligen Tabellenzweiten knapp mit dem beliebten einen Tor gewonnen werden. Zu Saisonbeginn wurde im ersten Spiel ohne den verletzten Daniel Jäger ein Unentschieden gegen die „Macht vom Sumpfler“ erzwungen. Kampfkraft und Nervenstärke dieser Begegnung wurden zum Markenzeichen. Am Samstag bestimmte der VfL das ganze Spiel.

Das 1:0 erzielte der erneut gut aufgelegte Spielmacher Nicolai Jensen. Aus einer sicheren Abwehr heraus fielen die Tore wie reife Früchte. Beide Teams fegten mit Höchstgeschwindigkeit über das Spielfeld. Der VfL war von Anfang an in der Abwehr stabiler. Das spiegelte sich auch in den Zwischenständen wieder: 3:1, 5:2 und 8:5 leuchtete es rot von der Anzeigentafel. Dann ein Zwischenspurt: Jensen, Buck, Jahn und Lehr schraubten den Vorsprung in ungeahnte Höhen. 11:5 hieß es. Das hätte vorher niemand gedacht. Die neue Günzburger Handballgeneration spielte wie aus einem Guss. Die Auswechslungen brachen den Spielfluss nicht, alle Spieler kamen zum Einsatz. In der Anfangsformation standen diesmal Michael Jahn und Jonas Guckler. Beide rechtfertigten das Vertrauen des Trainers und absolvierten hinten wie vorne ein bomben Spiel. Jakob Hermann erzielte mit einem Knaller von Linksaußen den 16:9-Halbzeitstand. Das Tor wackelte bei dieser Granate bedenklich.

„Da muss doch noch was schief gehen“, mag sich mancher Zuschauer beim Pausen-Plausch gedacht haben. „Das wird noch eng“; mutmaßte mancher Handball-Experte. Schließlich muss auch deutlich Führen gelernt sein.  Zwei, drei schnelle Gegentore und die Jungs werden nervös, meinte eine erfahrene Handball-Mama, die nicht näher genannt werden möchte. Doch Pustekuchen.

Klar musste sich Gästetrainer Dusan Suchy taktisch etwas einfallen lassen und das tat er dann auch: Der Günzburger Spielfluss sollte gehemmt werden. Michael Jahn und Nicolai Jensen wurden an die kurze Leine genommen. Das Spiel veränderte sich dadurch, der VfL tat sich schwerer. Einzelaktionen waren gefragt. Insgesamt wurde das Spiel ausgeglichener. Deckungsumstellung hin, Bedenken der Mütter, Väter und Freunde her: Pascal Buck, der seine Oberschenkelverletzung weitestgehend auskuriert hat, markierte mit einem sehenswerten Treffer das 17:9. Bis zur 50. Minute führten die Einheimischen stets mit sechs bis sieben Toren. Die Partie verflachte ein wenig. Es gab viele Unter- und Überzahlverhältnisse. Die engagierten Schiedsrichter Grimm/Müller achteten sehr auf ihre Linie und ließen da auch nicht mit sich reden. Besonders in diesem Bereich war der VfL seinem Kontrahenten arg überlegen. Die DJK erhielt einfach zu viele Zeitstrafen wegen Meckerns und Reklamierens. Ansonsten wäre es vielleicht noch enger geworden als in der 55. Minute als der Spielstarke Julian Stumpf das 23:27 erzielte. Doch die Mannen um Kapitän Axel Leix behielten die Übersicht und gewannen am Ende völlig verdient mit 32:26.

Der VfL Günzburg gewann damit das zweite Spitzenspiel hintereinander und geht in die einwöchige Spielpause mit phänomenalen 24:10-Punkten als stolzer Tabellenzweiter. Die Waldbüttelbrunner Spieler waren zurecht ein wenig unzufrieden mit ihrer Handballwelt. Im Bus dürfte sich die Stimmung aber schnell gebessert haben, da ihr großartiger Fan-Tross die Rückreise bequem im Mannschaftsbus ohne Umstieg in Treuchtilngen und Nürnberg absolvieren durfte. Die DJK ist trotz der Niederlage ein toller Haufen.

Es spielten: Rösch, Bieber; Guckler (4), Jahn (6), Buck (3), Leix, Jakob Hermann (2), Groß (1), Jensen (6), Lehr (5/5), Niko Hermann, Jäger (3), Scholz (2).

 

A – Junioren  Bundesliga

Eine Steilvorlage für die anschließende Faschingsfeier lieferten die Günzburger Jungs ihren Gegnern aus Konstanz mit dieser klaren 20:35 Niederlage am Faschingssamstag.

Das war wahrhaft nicht der Tag des Günzburger Teams. Eigentlich hat der eine oder andere im Team durchaus eine Chance gewittert, den Außenseiter-Joker ziehen zu können und die Konstanzer nicht nur zu ärgern, sondern erneut von einem Auswärtsspiel mit Punkten beschenkt nach Hause zu reisen.

Um diesen Gedanken in die Realität umzusetzen, hätte jedoch jeder einzelne Spieler der Weinroten einen Sahnetag erwischen und –wie schon manches Mal in der Vergangenheit- der Gegner seine Gäste unterschätzen müssen. Dem war leider nicht der Fall. Die Günzburger taten sich sehr schwer, ins Spielgeschehen zu kommen und die Konstanzer kannten die Spielstärke der Schwaben gut und hatten sich bestens auf das Spiel eingestellt.

So nahm das Spiel einen Verlauf, wie es sich keiner gewünscht hätte. Schon bald nach dem Anpfiff unterliefen den sonst so hochkonzentriert agierenden Jugendbundesligisten des VfL eine Reihe von technischen Fehlern, die zu Ballverlusten und leichter Beute für den Gegner wurden. Ein gefundenes Fressen für die Gastgeber, die ihre Tempogegenstöße sicher verwandelten und die zweite Welle geschickt ausspielten. Ein früher Rückstand konnte an diesem Samstag dann nicht mehr aufgeholt werden und resultierte zu einem vorentscheidenden 18:8 Rückstand zur Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit verlief leider nicht viel besser. Auch wenn die Spieler und auch die lautstark anfeuernden Fans auf der Tribüne nie nachließen, es wollte einfach nichts gelingen. Eine deutliche 20:35 Niederlage war dann das Ergebnis des Ausflugs an den Bodensee.

Jetzt gilt es für das Trainerteam Rudi Jahn, Volker Schmidt und Markus Guckler die Niederlage gemeinsam mit ihren Spielern abzuhaken und die Faschingsferien und das spielfreie Wochenende zur Regeneration und zum Aufbau zu nutzen, damit das Heimspiel gegen Wolfschlugen dann wieder mit einem positiven Resultat beschieden werden kann.

Für den VfL spielten: Masin Chikh und Fabio Bruno im Tor, Stephan Jahn (5), Frieder Bandlow (4/1), Niclas Buck (3), Louis Dück (3), Lukas Rembold (2), Heiko Seel-Mayer (1), Johannes Rosenberger (1), Jonathan Stegmann (1), Tobias Pröbstle, Michael Heidecker, David Pfetsch

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Nächste Heimspiele am Samstag, 17.02.2018

ANPFIFF

MANNSCHAFT

LIGA

GEGNER

       

13:30

weibliche B-Jugend

Landesliga

BHC Königsbrunn 09

15:30

männliche B-Jugend

Bayernliga

TVG Junioren Akademie

17:30

weibliche A-Jugend

Bayernliga

MTV Stadeln