Direkt zum Inhalt
VfL Günzburg
VfL Günzburg Handball

VfL Handball:: Montag 19. März 2018 Nachberichte " KOMPAKT " vom Wochenende 17. / 18. März 2018

HANDBALL Presse vom Wochenende

Männer 1        Liga 4

 

 

Die Weinroten legen gegen Bayreuth einen begeisternden Auftritt hin. Die Siegesserie schürt allerdings Begehrlichkeiten.

VONJAN KUBICA

Wer Stephan Hofmeister kennt, erkennt ihn in diesen Tagen kaum wieder. „Schuld“ daran ist seine Mannschaft. Die Bayernliga-Handballer des VfL Günzburg schweben in der aktuellen Saisonphase scheinbar mühelos leicht von Erfolg zu Erfolg. Am Samstag demontierten sie HaSpo Bayreuth. Auf dem Weg zum glanzvoll herausgespielten 31:24 (16:12) rissen sie die überragende Mehrheit der 900 Fans in der Rebayhalle mehrfach von den Sitzen. Es war bereits der vierte Sieg hintereinander in einem Spitzenspiel, die Weinroten haben den zweiten Tabellenplatz verteidigt und ihr Trainer quittierte den für ihn nervenschonenden Abend mit den Worten: „Ich bin total zufrieden. Mittlerweile bin ich tatsächlich vor, während und nach unseren Spielen entspannt. Das hat’s früher nicht gegeben.“

Und vermutlich wird sich das in der Zukunft auch wieder ändern. Denn die längst vollzogene Wandlung seiner Mannschaft vom Gerade-So-Nichtabsteiger zum würdigen Herausforderer aller Topteams in der höchsten bayerischen Spielklasse schürt Begehrlichkeiten. Hofmeister selbst hatte nach dem Aufstieg 2016 ja den Drei-Jahres-Plan für die Dritte Liga ausgegeben. Nach dem aktuellen Festspiel sagte er nun: „Der Tabellenstand beweist, dass dieser Plan keine Phrase war. Das ist schon mein Ernst. Natürlich machen die Siege jetzt schon Druck für den Saisonbeginn 2018/19. Aber Druck hält jung.“

Schnell zeichnete sich ab, welche Pole in der Halle aufeinanderprallen würden: Jugend und Tempo gegen Routine und Kraft. Aus dem 2:2 machten die Weinroten mit drei Tempogegenstößen ein 5:2 (6.). Und die Günzburger begannen nun, die etwas schwerfällig wirkenden Gäste zu überrollen. Sie ließen Ball und Gegner laufen, spielten extrem variabel und schlossen aus allen Positionen kompromisslos ab. Als Raphael Groß seinen zweiten Sololauf mit dem 11:7 verzierte, waren zum ersten Mal vier Tore Vorsprung erreicht (17.). Kurz danach machte Manuel Scholz das 14:9 (21.) – er war zu diesem Zeitpunkt bereits der siebte VfL-Torschütze. Und weiter ging es zur Freude der 900 Besucher entschieden zu schnell für die Gäste. Daniel Jäger gelang das 15:9.

Die Bank der Franken griff in der Hoffnung, die wirbelnden Weinroten damit zu bremsen, zum Stilmittel der Auszeit (22.). Es half, vorübergehend, tatsächlich. Die Gastgeber verloren einige Bälle, bekamen ein paar Schiedsrichter-Pfiffe gegen sich und Bayreuth rappelte sich auf. Auf drei Tore Differenz (15:12/30.) verkürzte HaSpo und hatte sogar die Chance aufs 13. Tor. Doch Patrick Rösch im VfL-Gehäuse hatte etwas dagegen, packte im richtigen Moment die Glanztat aus und bereitete den Gegenstoß vor, den Scholz wenige Sekunden vor der Halbzeit-Hupe zum 16:12 abschloss.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs änderten die Gäste ihre Spielweise (aus Hofmeisters Perspektive ist Bayreuth ohnehin „taktisch gesehen der mit Abstand schwierigste Gegner der Liga“). Bei eigenem Ballbesitz versuchten sie es nun konsequent mit dem siebten Feldspieler. Das funktionierte offensiv, doch Günzburg beantwortete jeden Gäste-Treffer postwendend mit einem eigenen Torerfolg. Es wurde sogar noch besser: Sechs Minuten nach Wiederbeginn war nach dem dritten Treffer von Scholz der alte Sechs-Tore-Abstand wieder hergestellt und Jonas Guckler legte unmittelbar danach das 21:14 nach.

Das roch nach Vorentscheidung, zumal die Weinroten keinerlei Kräfteverschleiß erkennen ließen. Im Gegenteil: Nun gab’s sogar was fürs Auge. Guckler packte sein Markenzeichen aus, erzielte das 24:19 mit einer Bogenlampe von Linksaußen und kurz danach durfte sich sogar Torwart Patrick Bieber für einen Treffer feiern lassen: Er hielt, blickte kurz Richtung verwaistes Gegenüber-Tor und warf den Ball lässig übers ganze Feld zum 25:19 ins Netz. Sechs Minuten vor Schluss stand’s dann 30:22, die Bayreuther hatten schon lange kein Brikett mehr und die Partie steuerte dem verdienten und soliden Heimsieg entgegen.

Herausheben wollte Hofmeister nach der Gala seine Stammkräfte Manuel Scholz und Nicolai Jensen. Er vergaß nicht, zwei Youngster zu erwähnen, die das Spiel der Männer (für diesmal noch) von der Bank aus verfolgten: Lukas Rembold und Frieder Bandlow. Die beiden hatten bereits das A-Jugend-Bundesligaspiel vom Nachmittag in den Beinen, weshalb der Trainer auf ihren Einsatz verzichtete.

Damen 1 Landesliga

 

 

Damen verlieren nach einer ganz, ganz starken ersten Halbzeit gegen einen überragenden Gegner.

Das war mehr als frustrierend, was die Günzburger Damenmannschaft am Samstag erlebte. Auch wenn im Nachhinein schnell eine Erklärung auf der Hand liegen könnte, dass man gegen den Tabellenführer auch mal verlieren könne, wäre das für dieses Spiel nicht zutreffend.

Perfekt vorbereitet und optimal aufgestellt starteten die Damen mit ihrer gewohnten Spritzigkeit und ihrem vorbildlichen Teamgeist in die Partie. Von Beginn an dominierten sie das Spielgeschehen, setzten die Vorgaben in der Abwehr mit Entschlossenheit um und im Angriff gelang es ihnen immer wieder eine Lücke in die gegnerische Defensive zu reisen und zum Torerfolg zu kommen. Schnell war ein 6 Tore Vorsprung herausgespielt beim Stand von 11:5 in der 15 Minute. Weshalb just an diesem Samstag dann so eine eklatanter Bruch ins Spielgeschehen kam, wird im Bereich des Spekulativen bleiben müssen. Eine Vielzahl von Fehlern in der Abwehr und unnötige Ballverluste im Angriff gaben den Gegnerinnen freie Lauf zu Kontern, die diese gnadenlos nutzen. Ehe es sich die Weinroten versahen, hatten die Haunstetterinnen innerhalb von 10 Minuten einen 6 Tore Lauf hingelegt und zum 11:11 ausgeglichen. Beim Stand von 12:12 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Ein Rückstand, den es aufzuholen gilt oder auch eine Schwächephase, die überbrückt werden muss, ist ebenfalls normalerweise kein Problem für die Damen des VfL. Aber an diesem Samstagabend schien einfach nichts mehr zu gelingen. So entwickelte sich die zweite Halbzeit zu einem Debakel, das ganz außergewöhnlich für dieses so tolle Team ist. Sie hatten weder in der Abwehr ein Rezept die Gegnerinnen zu stoppen und im Angriff scheiterten sie reihenweise am gegnerischen Block.

Eine mehr als enttäuschende Niederlage mit 19:35 musste am Ende mit hängenden Köpfen akzeptiert werden.

Für den VfL spielten: Lisa Gremmelspacher und Elena Hoffmann im Tor, Tanja Stoll (5/5), Martina Jahn (4), Alena Harder (3), Catherina Harder (2), Sina Schütte (2/2), Evelyn Jorga (2), Judith Deutschenbauer (1), Patricia Kubasta, Réka Kovàcs, Lea Walter

 

A – Junioren  Bundesliga

 

 

Jungbundesligisten verabschieden sich mit einem 30:29 (16:13) Sieg

Am Ende einer sehr spannenden, erneut hochklassigen Partie, belohnten die Spieler des VfL Günzburg sich selbst, das Trainerteam und vor allem die vielen Zuschauer mit einem doppelten Punktgewinn. Damit sind sie nun einen Platz auf der Tabelle nach vorne gerutscht und werden die Saison am kommenden Sonntag in Pforzheim mit einem stolzen Rückblick auf viele tolle Spiele abschließen können.

Die Zeichen auf diesen gelungenen Saisonabschluss zuhause waren sehr positiv. Ein nahezu kompletter Kader, die stets hochmotivierte Mannschaft, das Wissen um den Auswärtssieg im Hinspiel – es passte einfach alles. Dazu kam noch die beeindruckende Kulisse in der ehrwürdigen Rebayhalle mit sage und schreibe 400 Zuschauern, die unermüdlich die Weinroten anfeuerten und eine Stimmung in die Halle brachten, die an alte Bundesligazeiten des VfL erinnerten.

Alle, die das Team von der Tribüne beobachteten, waren sich einig, das war wieder eine tolle Leistung dieses Teams, das den Sieg am Ende zu recht für sich verbuchen konnte.

Über das ganze Spiel hinweg war das Team des VfL die spielstärkere Mannschaft. Dass das Spiel am Ende noch eine nicht zu erwartende Spannung erhielt, lag am großen Kampfgeist der Gäste, die mit einem überragenden Torwart im Rücken nie aufsteckten und den Günzburgern stets vor Augen hielten, dass sie das Feld nicht kampflos verlassen wollten.

Hochkonzentriert startete den Günzburger mit einer starken Abwehr in die Partie, die sich am Anfang sehr ausgeglichen gestaltete. Leider gelang es den Weinroten in dieser Phase des Spiels nicht, konsequent die aus der Abwehr erzielten Ballgewinne im Angriff zu verwandeln. So wurden mehrere Gegenstoßchancen durch überhastete Abschlüsse verschenkt. Der Positionsangriff funktionierte dagegen sehr gut. Immer wieder erarbeitete sich der Günzburger Rückraum mit seiner Beweglichkeit gute Chancen. Nach und nach setzte sich diese Überlegenheit auch durch und so gelang es den Gastgebern, sich über ein 5:5 in der 12. Minute zum 16:13 Halbzeitstand zu kämpfen.

Die zweite Spielhälfte lief zunächst ganz nach den Vorstellungen des Trainerteams Rudi Jahn, Volker Schmidt und Markus Guckler. Der Vorsprung wurde bis zur 45. Minute auf 24:19 ausgebaut. Eigentlich wäre das eine klare Sache geworden, wenn nicht die Konzentration im Angriff kräftebedingt einmal mehr nachgelassen hätte und viele klare Chancen vergeben wurden. So gelang es den Gästen Tor um Tor aufzuholen und den Anschluss zu erzielen. Es kam große Spannung auf. Die Stimmung in der Halle war grandios. Unermüdlich wurden die Günzburger angefeuert, weiter mit ihrem spritzigen Spiel für den Sieg zu kämpfen. Die Bietigheimer waren nun jedoch in Fahrt gekommen und erzielten 40 Sekunden vor Ende der Partie mit 29:29 den Ausgleich. Ein Timeout des Günzburger Trainerteams brachte die Jungs nochmals auf die richtige Spur für die letzten Spielsekunden. Die Spieler setzten diszipliniert das im Timeout besprochene Konzept um und es war dem überragenden Spieler des Abends, Frieder Bandlow, vorbehalten, mit seinem 12. Tor den Siegtreffer zu erzielen.

Es war der perfekte Abschluss beim letzten Heimspiel nach dieser so außergewöhnlichen Saison!

Es war auch der perfekte Abschluss für das langjährige Trainerteam Rudi Jahn, Volker Schmidt und Markus Guckler sowie für Claudia Jahn, die sich die ganzen Jahre über um die Organisation kümmerte und den Trainern den Rücken frei hielt. Abteilungsleiter Armin Spengler bedankte sich am Ende des Spiels für den vorbildlichen Einsatz für den Verein und verabschiedete das ganze Team im Namen aller Spieler, die im Laufe der Jahre von diesem Team betreut worden sind.

Für den VfL spielten Masin Chikh und Martin Freund im Tor, Frieder Bandlow (12/6), Stephan Jahn (4), Nico Ruchti (4), Lukas Rembold (3), Louis Dück (3), Michael Heidecker (2), Jonathan Stegmann (2), David Pfetsch, Michael Schmidt, Niclas Buck, Heiko Seel-Mayer, Alexander Jahn

 

Männer 2        Bezirks  Oberliga

 

 

BOL-MÄNNER

SIEG GEGEN DEN DIREKTEN ABSTIEGSKONKURRENTEN

Die Chance auf die höchste Spielklasse Schwabens besteht weiter

Zwischen 1871 Augsburg und dem VfL Günzburg wurde sonntags ein Abstiegsdrama aufgeführt. Es war für beide Mannschaften der letzte Strohhalm die Anwartschaft auf die höchste schwäbische Spielklasse zu wahren. Selbst Trainerroutinier Peter Kees, der so viel für den Verein geleistet hat, wirkte angespannt. Am Ende gewannen die Günzburger mit 24:16 (8:10), wobei das Ergebnis dem nervenaufreibenden Verlauf nicht widerspiegelt. Der Gast aus Augsburg gab wirklich alles.

Nach dem 1:0 durch Nico Ruchti bestimmten die Gäste in einer wahren Abwehrschlacht die erste Halbzeit. Zwar stand es in den ersten 30 Minuten fünfmal unentschieden, meist hatten aber die kampfstarken Gäste die Nase mit ein oder zwei Treffern vorne. Die VfL-Defensive passte, doch im Angriff fehlte es an der ordnenden Hand. Es waren besonders die A-Jugendlichen Stephan Jahn, Heiko Seel-Mayer und Niko Ruchti die sich im Angriff gegen eine drohende Niederlag stemmten, was mit dem leidigen Harzverbot auf Wunsch der Gäste, eine unerträgliche rechtliche Lösung, in der Rebayhalle ist der beliebte Kleber erlaubt, nicht einfach für die Technik-verliebten JBLH-Spieler war. Zur Halbzeit stand es 8:10. Gut sah das für die Bayernligareserve nicht aus.

Lange berieten sich die Trainer Nico Schmid und Peter Kees. Das lohnte sich, denn mit Julian Rothbauer zogen sie den richtigen Joker und brachten den Matchwinner. Selten diszipliniert nahm er die Spielfäden in die Hand und organisierte den wilden Haufen der ersten Hälfte. Bis zum 15:14 war es eng. Dann fiel die Vorentscheidung zwischen der 46. und der 50. Minute als die Günzburger auf 19:14 davonzogen. Mittlerweile setzten auch die Routiniers Andi Konopa und der immer noch pfeilschnelle Christian Geiger Akzente und warfen ebenso wie Julian Rothbauer wichtige Tore. Ganz rum war der Handballkampf zwar noch nicht, doch auch Tizian Schmid im Tor lief zur Glanzform auf und hielt ein paar kaum Haltbare. Am Ende stand dann ein 24:16 auf dem Spielbericht, das der Dramatik nicht ganz gerecht wurde. Die zahlreichen Zuschauer hatten ein Wechselbad der Gefühle erlebt.

Momentan würde die Günzburger 2. Männermannschaft die Klasse mit einem Punkt Vorsprung auf Friedberg 3 halten. Show-Down ist aber erst am kommenden Wochenende, wenn der VfL zum bärenstarken Tabellenzweiten TSV Schwabmünchen und die Friedberger zum Derby nach Kissing müssen - beides hohe Hürden. Außerdem gibt es im Handball ja leider auch immer Unwägbarkeiten aus den höheren Ligen, denn von der Dritten Liga bis in die Landesliga könnte es etliche bayrische bzw. schwäbische Vereine mit Auswirkungen bis in den Bezirk treffen. Die Hoffnung aber lebt weiter.

Es spielten: Schmid T., Mendle; Rothbauer (5), Schmid M., Seel-Mayer (3), Konopa (1), Geiger (4), Ahrens (4), Ruchti (2), Rennert (2), Jahn (3), Pröbstle, Förg, Steck.

 

Damen 2 Bezirks Oberliga

 

 

Am Samstag um 19:30 Uhr traten die Damen II in Wertingen an.

Die ersten paar Minuten waren die Günzburgerinnen noch nicht ganz wach und so lag man schnell mit 4:0 zurück. Nach gut 5 Minuten traf Kerstin Adams dann zum ersten Mal den gegnerischen Kasten und weckte damit den Rest der Mannschaft auf. Tor um Tor kämpfte man sich wieder an den Gegner heran und glich in der 26 Minute zum 9:9 aus. Zur Halbzeit trennte man sich mit einem Tor Rückstand 12:11.
Doch nach dem Wiederanpfiff gaben die Gäste das Spiel völlig aus der Hand. Bereits in der 40 Minute waren die Wertinger wieder mit 4 Toren in Führung gegangen und der VfL lief dem Spiel nur noch hinterher. Letztlich musste man sich 26:19 geschlagen geben. Damit stehen die Günzburgerinnen ein Spiel vor Saisonende auf dem vorletzten Platz und kämpfen am Sonntag im direkten Duell mit dem Tabellenschlusslicht TSV Niederraunau um den Erhalt der Spielklasse.

Starke Mannschaften - Starke Leistung - Starke Zukunft

                              " Der Günzburger Weg "

                                     unsere Jugend

                                          unsere Zukunft

                                               unser Weg

Besuchen Sie uns:

VfL - Handball :                        https://www.handball-guenzburg.de/

Facebook :                              https://www.facebook.com/vflguenzburghandball?ref=stream