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VfL Günzburg
VfL Handball

VfL Handball:: Montag 24. September Nachberichte " KOMPAKT " vom Wochenende 22. / 23. September 2018

Handball Presse vom Wochenende

 

Männer 1        Liga 4

 

 

 

In einem sehr schnellen und temperamentvollen Handballspiel besiegte der VfL die Regensburger Adler vor 500 Zuschauern mit 30:28 (15:12). Nach der Auftaktpleite in Rimpar sind die Weinroten damit im realen Spielbetrieb mit einer Woche Verspätung angekommen, das war wichtig.

Der Sprung von der Landesliga in die Bayernliga ist besonders groß wie man an der Günz aus harter eigener Handballlehre weiß, die Regensburger verfügen immerhin über ein Team, dass sich in der Bayernliga wirklich sehen lassen kann. Die Mannschaft ist jung, sehr schnell, für bayrischen Verhältnisse technisch versiert und hat an den richtigen Stellen, etwa am Kreis und im Tor ordentliche Kanten, die nicht nur riesig wirken. Die Mannschaft gehört in die bayrische Eliteliga.

Die Gäste reisten nach ihrem Kantersieg gegen den TSV Haunstetten mit breiter Brust an und erzielten durch Florian Uhl den ersten Treffer der Partie. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest: Handball auf dem herrlich blauen Boden sieht noch schöner aus als früher. Schon vor dem Spiel meinte Gäste-Trainer Kai-Uwe Pekrul scherzhaft, dass  er den Boden am liebsten aufrollen würde um ihn Donau-aufwärts mitzunehmen und auszulegen. Eine wirklich gelungene Renovierung, für die der Günzburger Handball mal wieder beneidet wird!

Bis zum 6:6 konnte sich keines der Teams absetzen, obwohl beide mit Hochgeschwindigkeitshandball durch die Alt-Ehrwürdige fegten. Beim Gegner stand immer wieder Torwart-Hüne Maximilian Lotter im Focus, besonders den VfL-Linksaußen zeigte er, dass ein spitzer Winkel, auch zu spitz sein kann. Doch wirklich nachhaltigen Eindruck machte das auf die Günzburger Systemhandballer nicht. Nico Jensen hatte die Spielfäden fest in der Hand und klare Abschlussmöglichkeiten ergaben sich reihenweise. Den starken Kreisläufern Niko Hermann und Daniel Jäger gelang dann die Zwei-Tore-Führung zum 8:6.

Immer wieder agierten die Adler mit dem “siebten Feldspieler ” und ließen das Tor frei. Eine völlig misslungene Regeländerung, die nicht wie vor langer Zeit die “Schnelle Mitte” dem modernen High-Speed-Handball den Weg in eine attraktive Zukunft öffnete, sondern das Angriffsspiel zum Steh-Schach verurteilt, völlig uninteressante Weitwürfe ins leere Tor, die dann für einen Zuschauer zum berechtigten Unverständnis auch noch ständig daneben gehen. Kein Mensch will das sehen. Dennoch wird es sich durchsetzen, einfach weil es leichter ist mit einem Spieler mehr im Angriff herumzustehen als oft komplizierte Spielstrategien zu entwickeln um in Gleichzahl zum Erfolg zu kommen. Das Vorbild Spitzenhandball ist immer Vorreiter. Dort bricht sich das 7:6 und auch 7:5 aktuell entschlossen Bahn. Da kommen auf den konservativen schwäbischen Handballzuschauer neue Bilder zu.

In der ersten Halbzeit hatte die VfL-Abwehr dank ihren umsichtigen Abwehr-Regisseuren Raphael Groß und Michael Jahn das Handballschach gut im Griff. Allerdings leisteten sich gleich verschiedene Günzburger misslungene Weitwürfe auf ein Tor ohne Torwart. Ein Problem, das in den Vorbereitungsspielen überhaupt nicht auftrat. Der Unfug auf ein leeres Tor zu werfen, wird – das mag den Samstagszuschauer nun wirklich überraschen – natürlich neuerdings auch trainiert. Das Ganze erinnert dann an den Schlagballweitwurf der Bundesjugendspiele. Es ist auch ähnlich interessant.

Den couragierten Auftritt der Weinroten soll das nicht schmälern. Die beiden letzten Treffer vor der Halbzeitpause erzielte Kunstwerfer Jonas Lehr zum 14:12 und 15:12. Für die Drei-Tore-Führung musste wirklich ordentlich gerannt werden. Den umjubeltsten Treffer hatte bis dahin übrigens Kapitän Axel Leix erzielt, als er sich bei einem Gegenstoß in höchster Bedrängnis zu einem seiner ganz seltenen Weitwürfe durchrang. Da hat sich endlich sein Krafttrainingseifer ausgezahlt.

In der zweiten Halbzeit zog der Verein für Leibesübungen aus dem Jahre 1874 das Heft des Handelns an sich. Dem ebenso cleveren wie dynamischen Manuel Scholz war es in der 42. Minute vorbehalten das Tor zum 23:17 zu werfen und als dann wieder Jonas Lehr ein Überzahlverhältnis zum 24:17 nützte, schien die Samstagsabendmesse früh gelesen. In dieser Phase zeigte dann der siebte Feldspieler Wirkung. Die Spielgemeinschaft näherte sich wieder. Sie ist kein Team, welches man irgendwann aus dem Auge verlieren darf. Bruder Leichtfuß schmuggelte sich in die VfL-Mannschaft. In der 56. Minute brachte Armin Kiener die Seinen wieder auf Schlagdistanz zum 27:25. Doch auf den Angriff war Verlass. Stefan Knittl traf nun, am spektakulärsten sein Kempatreffer nach mutigem Anspiel durch Nico Jensen. Nerven haben sie schon. Wieder zwei Unsinns-Weitwürfe ohne jeden Zeitgewinn als es um biedere Vorsprungsverwaltung ging. Insgesamt war der 30:28-Sieg dank starker Psyche der Angriffsprotagonisten nicht in Gefahr. Die Fans blieben zufrieden noch lange sitzen

Ein starkes Spiel bei den Gästen machte Tom Wuka mit fünf Treffern vor den Augen seines Vaters Peter, der vier Jahre-lang zwischen Neuburg/Donau und Günzburg hin- und herfuhr um beim VfL auf Rechtsaußen in der 2. Bundesliga zu spielen. Das Wiedersehen  mit den Wukas bereitete nach langer Zeit zusätzliche Freude.

 

Damen 1 Landesliga

 

 

 

Idealer Start auch zuhause mit einem Kantersieg gegen TS Herzogenaurach II mit 38:18 (19:5)

Die Vorgabe der Günzburger Zeitung vom vergangenen Freitag, die nahezu perfekte Leistung beim ersten Spiel der Saison auswärts, zuhause beim ersten Heimspiel noch zu optimieren, war eine Steilvorlage für das Team um die beiden Trainer Jürgen und Peter Kees. Dass der Sieg allerdings so klar ausfallen würde, toppte die Erwartungen aller Beteiligten.

Starke Nerven waren im Vorfeld gefragt, als klar wurde, dass der Kader der Damenmannschaft doch recht ausgedünnt sein würde. Da Evelyn Jorga aufgrund neu auftretender Probleme mit ihrem Knie der Mannschaft nicht zur Verfügung stehen konnte und Antonia Leis und Patricia Kubasta beruflich verhindert waren, war es für Tanja Stoll und Hannah Sperandio eine Selbstverständlichkeit, ihre langfristig feststehenden privaten Termine zurückzustellen und zu ihrem Team zu stoßen. So fuhr  Hannah Sperandio von einer Familienfeier im Schwarzwald mit dem Zug nach Günzburg und Tanja Stoll kam sogar von einer Hochzeitfeier zum Spiel.

So konnte das Trainerduo neben zwei Torfrauen immerhin 8 Feldspielerinnen auflaufen lassen, die höchstkonzentriert und auf die Vorgaben fokussiert in der ersten Halbzeit erneut eine nahezu perfekte Leistung brachten. Gerade Mal  5 Gegentore landeten im Tor von Lisa Gremmelspacher, wohingegen der Angriff ein ums andere Mal einnetzte und 19 Treffer erzielte. Judith Deutschenbauer, die an diesem Abend insgesamt 8 Treffer erzielte, eröffnete bereits nach einer Minute den Torreigen. So ging es Schlag auf Schlag weiter mit schönen Treffern von Nina Porkert, Alena Harder, Lena Götz und Tanja Stoll. Nach 20 Spielminuten führte der VfL durch einen Treffer  von Martina Jahn bereits mit 7 Toren. Dieser Vorsprung wurde konsequent weiter ausgebaut bis zum Halbzeitstand von 19:5.

Auch in der zweiten Spielhälfte ließ die Konzentration der Weinroten nie nach. Selina Schlund, die nun den Gastgeberinnen den Rücken frei hielt, begeisterte durch einen präzisen Gegenstoßpass gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit, den Nina Porkert sicher verwandelte. Am Kreis kämpfte Hannah Sperandio sowohl in der Abwehr als auch im Angriff und es war der routinierten Spielerin Réka Kovàcs vorbehalten, in der letzten Spielminute den Vorsprung auf zwanzig Tore zum Endstand von 38:18 zu erhöhen.

Klar, dass die Freude bei allen Beteiligten über diesen fulminanten Saisonstart riesengroß ist und Hoffnung gibt auf das nächste Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Winkelhaid. Die Mannschaft wird mit einem Reisebus anreisen und hofft auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans, die herzlich zur Mitfahrt eingeladen sind.

Für den VfL spielten: Lisa Gremmelspacher und Selina Schlund im Tor, Lena Götz (8), Judith Deutschenbauer (8), Alena Harder (6), Nina Porkert (6), Martina Jahn (5), Tanja Stoll (3/2), Réka Kovàcs (2), Hannah Sperandio

 

A – Junioren  Bundesliga

 

 

In einem nervenaufreibenden Spiel unterlag die A-Jugend des VfL Günzburg nach schwacher Leistung in der Schutterwälder Mörburg-Halle mit 24:30 (12:11. Trainer Sandro Jooß hatte wieder ganze Arbeit geleistet. Mit einem aufwendigen Zusammenschnitt aus drei Spielen war die Mannschaft gut eingestellt. Da auch die Südbadener ihre Hausaufgaben pflichtbewusst erledigt hatten, wusste man gegenseitig, was auf einen zukommt. Vielleicht auch eine Erklärung für einen kampfbetonten, sehr zähen Gesamtauftritt.

 

Nur am Anfang gelang es den sieben Schwaben auf dem Feld irgendein Tempospiel auf die Platte zu bringen, danach begann ein "Stellungskrieg", in dem der VfL durch ständiges Prellen die Geschwindigkeit noch zusätzlich verschleppte. Außerdem wurde der bedauernswerte Kreisläufer Louis Dück ständig in unmöglichen Situationen angespielt. Spielfluss wie am Vortag bei der 1. Männermannschaft konnte bei diesem einzigen taktischen Missverständnis nie entstehen. Beim 5:5 in der 13. Minute, dann der Höhepunkt des Spieles. Das System fiel aus, eine zusätzliche Pause war notwendig, denn alles musste plötzlich auf gutes altes Papier geschrieben werden. Erfreulich, dass die über 50jährigen immer noch einen Kugelschreiber dabei haben.

 

Nervösen, beidseits ersatzgeschwächten Mannschaften tun diese Unterbrechungen nicht gut. Das 6:5 erzielten die Roten Teufel. Dann entwickelten sich Günzburger Kleinstvorteile über ein 9:11 auf der Anzeigentafel, ging es mit 11:12 in die Pause. Dorthin hatte die Mannschaft eine Hypothek mitgenommen: Frieder Bandlow hatte bereits seine zweite Zeitstrafe. Um kein Disqualifikationsrisiko einzugehen wurde der Günzburger Dreh- und Angelpunkt in Angriff und Abwehr hin- und hergewechselt. Das gab dem "Tempospiel" den Rest. Die Abwehr war nun doppelt geschwächt, da mit dem erkrankten Johannes Rosenberger ja ein weiterer Eckpfeiler der Deckung fehlte. Die zweikampfstarken TuS-Spieler kamen plötzlich zu viel einfacheren Toren.

 

Beidseits waren viele neue, ungewohnte Lösungen am schwierigen Handballwerk. Da auch Schutterwald große Personalprobleme bekam, führte der VfL meist ganz knapp bis zum 19:18. Jetzt kamen viele Zeitstrafen dazu. Das junge Schiedsrichtergespann unter strenger Beobachtung wollte der Handballwelt zur Gerechtigkeit verhelfen. Zumindest die Günzburger meinten, dass das bei den Bestrafungen und Schrittfehlern nicht immer gelang. So riss der Spielfaden immer öfter. Um dem ganzen ein weinig Halt zu geben, ging Trainer Hofmeister das Risiko ein Frieder Bandlow doch in der Abwehr zu lassen. An einem solchen Tag musste auch das schief gehen.

 

Kurz darauf bei einem unglücklichen Antizipationsversuch handelte sich der Linkshänder seine dritte Zeitstrafe und damit die Disqualifikation ein. Schon zu diesem Zeitpunkt waren die Einheimischen mittlerweile in einem reinen Nervenspiel knapp vorne. Sie wirkten entschlossener und zuversichtlicher, während die VfL-Jungs mit dem Handballschicksal haderten. Beim 23:22 auf dem guten, alten Papierspielberichtsbogen war dann Entscheidungsreife. Ein 5:0-Lauf zum 28:22 brachte die Heuberger-Schützlinge auf die Siegerstraße. Fabio Bruno im Tor konnte einem leid tun. Er war noch der beste Günzburger Spieler an diesem Tag und hatte am Ende nur noch einen aufgeschreckten Hühnerhaufen als "Abwehr" vor sich. Über den gesamten Spielverlauf mag das 30:24 vielleicht ein wenig hoch sein. In diesem Nervenkrieg wirkten die Südbadener insgesamt einfach deutlich reifer.

 

Der VfL kommt nun nacheinander gegen die beiden Meisterschaftsfavoriten Rhein-Neckar-Löwen und TV Bittenfeld dran. Da gibt es wenigstens nichts zu verlieren. Und vielleicht kommt die Mannschaft dann endlich einmal zur notwendigen inneren Ruhe und Lockerheit.

 

Es spielten.

Bruno, Freund; Pröbstle, Stegmann (1), Stoldt (2), Jahn (1), Czako, Bär, Grabher, Dück (4), Hafner (3), Ugur (6/3), Pfetsch (4) und Bandlow (4).

Starke Mannschaften - Starke Leistung - Starke Zukunft

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