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VfL Günzburg
VfL Handball

VfL Handball:: Montag 3. Dezember Nachberichte " KOMPAKT " vom Wochenende 1. / 2. Dezember 2018

Handball PRESSE vom Wochenende

Männer 1                               Liga 4

 

In einem spannenden Spitzenspiel unterlag der VfL Günzburg vor einem mit leidendem Publikum denkbar knapp mit 28:29 (15:13): Da der Tabellenzweite seine Spielkrisen besser wegsteckte und sich in der zweiten Halbzeit deutlich steigerte, ist die Niederlage nicht unverdient.

Mit Manuel Feitz fehlte den Franken der Spielmacher. So sympathisch der angehende Gymnasiallehrer ist, kam die Verletzungspause den Günzburgern nicht ungelegen, da der feine Techniker der beweglichste DJK-Rückraumspieler ist und besonders einer offensive Deckung arges Kopfzerbrechen bereiten kann. Trotz notwendiger taktischer Umstellungen erwischten die DJK-Spieler den besseren Start. Rückraumrechts Julian Stumpf und Rechtsaußen Nils Kwiatowski besorgten schnell das 0:2. Geburtstagskind Patrick Bieber, der in der ersten Hälfte eine hervorragende Partie ablieferte, parierte im Anschluss einen Siebenmeter, sonst wäre der Rückstand noch höher
geworden. Mit leichten Gästevorteilen wog das Spielgeschehen bis zum 6:7 hin und her. Dann kam der VfL immer besser ins Spiel. Die spielfreudigen Halbspieler Manuel Scholz und Pascal Buch trieben ihre Farben an und so gelang Nico Jensen beim 7:7 der umjubelte erste Ausgleich. Überhaupt war die Stimmung in der Halle prächtig Pimento, Trommler, die auch bei der Günzburger Sternenacht auftraten, heizten ordentlich ein. Stefan Knittl behielt bei seinem zweiten Siebenmeter die Nerven und traf zum 8:7, der ersten VfL-Führung: Wie aus einem Guss sah das Spiel der Günzburger Handballlieblinge in dieser Phase aus. Schnell und jugendlich Handball-begeistert, setzte sich in dieser Phase gegen einen bewusst behäbigen und routinierten Spielaufbau der Waldbüttelbrunner durch. Die Vorteile gerieten bis zur Halbzeit immer mehr in die Günzburger Wurfhände. Pascal Buck erzielte mit einem Rückraumknaller den 15:13-Pausenstand.

Zufrieden nippte der VfL -Handballfan zur Pause am Glühwein und bediente sich voller Siegeszuversicht am umfangreichen Handball-Catering-Angebot – schon das allein ist ein guter Grund am Samstagabend in Günzburg erst einmal zum Handball zu gehen. Durchgang zwei begann so wie der erste aufhörte, der VfL drückte auf das Tempo und wirkte dominant. Auch die Abwehr war sicher geworden. Manuel Scholz traf mit einem seiner unnachahmlichen Würfen zum 19:15, dem größten VfL-Vorsprung. Auch das 20:15 war schon geworfen, wieder durch den ehemaligen Niederraunauer. Doch die Schiedsrichter verwehrten dem Nichttreffer zu recht die Anerkenntnis, bei einer Abdrehbewegung touchierte er Julian Stumpf, der daraufhin vorübergehend leicht lädiert vom Feld musste. Es war eine der wenigen gut nachvollziehbaren Stürmerfoulentscheidungen des Schiedsrichtergespannes aus Gefrees. Nach Manuel Feitz fehlte damit vorübergehend der zweite Führungsspieler. Trainer Hofmeister wusste um die fette Chance. Gut dass er seine damit verbunden Hoffnungen nicht nach außen trug, denn genau jetzt kippte die Begegnung.

Der neu gemischte Rückraum der “Sumpfler” kam mit einer verhältnismäßig einfachen Angriffskonzeption innerhalb von zweieinhalb Minuten zu drei Treffern. Das plötzliche 19:18 war das Ende der Günzburger Handballherrlichkeit. Der Gast witterte Siegeslunte und war plötzlich wieder stolzer Tabellenzweiter mit nur einer einzigen Niederlage. Die “Macht vom Sumpfler” war zurück. Alles veränderte sich, die besseren Kopfbedingungen wechselten die Seiten. Den Fans wurde von nun an eine nervenaufreibendes Kampfspiel geboten. In der 46. Minute erhielt Manuel Scholz eine richtig überraschende Zeitstrafe. Nils Kwiatowski nützte dies mit neuem Selbstvertrauen zum 22:23, der ersten Gästeführung seit dem 6:7. Nicht nur auf der Anzeigentafel war die DJK nun im Vorteil, der ganze Spielverlauf war für den VfL ungünstig geworden. Die Abwehr der “Grünen” wurde dominant und plötzlich gewann auch ihr Torwart immer mehr Wurfduelle,
völlig frei und aus dem Rückraum nach fleißigem Video-Studium. Oft beherrschte er die Situation. Es war die Phase, in der die Franken immer zwei vorlegten, zweimal Jakob Hermann schaffte nervenstark den Anschluss zum 26.27 und zum 27:28. 71 Sekunden vor Schluss gelang Jonas Lehr dieses Kunststück noch einmal. 28:29! Der VfL wehrte den letzten der vielen verschleppten Angriffe ab und hatte 15 Sekunden vor Schluss den aller letzten Ballbesitz. Genügend Zeit im Handball um noch ein Unentschieden zu erzielen. Doch fehlte der klare Plan, die taktische Kälte. Mehr als ein ungünstiger Wurf kam dabei nicht heraus. Der direkte Freiwurf durch Jakob Hermann verfing sich in der hohen Mauer.

Zurecht feierte die DJK Waldbüttelbrunn einen Auswärtssieg, der phasenweise weit weg war. Der VfL hatte alles gegeben, zwischendurch aber unnötig den Kopf verloren.

Nach dem Spiel diskutierten die Fans heftig über die Schiedsrichter, ein gutes Zeichen ist das nie. Es ist schade, dass die Schiedsrichterleistungen in Bayern weitest gehend unbeobachtet bleiben. Ganz selten verirrt sich einmal offizieller Schiedsrichterbeobachter in die Rebayhalle. Und im Gegensatz zu anderen Landesverbänden und der JBLH, wo sich die Verantwortlichen sehr um die Linie ihrer Schiedsrichter kümmern, gibt es keinerlei Dialog mit den Trainern etwa durch einen Vereinsbeobachtungsbogen. Schiedsrichterschelte ist im Handball zu recht verpönt, ein Dialog über umstrittene Entscheidungsbereiche, wie an diesem Tag über die schwierige Frage “Stürmerfoul oder Siebenmeter” sollte aber möglich sein, sonst ist keine Entwicklung möglich und Unverständnis macht sich breit.

 

 

Damen 1                        Landesliga

 

Die Rebayhalle scheint für die Gegner der Landesliga-Damen des VfL Günzburg eine uneinnehmbare Festung zu sein. Auch eine Spitzenmannschaft wie der SC 04 Schwabach hat bei der 41:25 Niederlage keine Chance und musste ernüchternd wieder abreisen.
Die Voraussetzungen für den letzten Heimauftritt der VfL-Mädels im Jahr 2018 waren optimal. Es stand ein voller Kader zur Verfügung, das freie Pokalwochenende wurde zum Regenerieren genutzt und alle Spielerinnen waren nach drei Auswärtspartien wieder heiß auf die gewohnte Umgebung bei Hausmeister Ali Widmann. Bei den Fränkinnen wärmte sich Spielmacherin Amelie Rapke zwar mit auf, konnte aber aufgrund ihrer Handverletzung noch nicht eingesetzt werden. Der Torregen wurde durch Hannah Sperandio am Kreis eröffnet, sauber in Szene gesetzt durch Martina Jahn, welche dann selbst zum 2:0 einnetzte. Beim 7:3 durch Lena Götz nach 10 gespielten Minuten gab es die erste Auszeit der Gäste und auf VfL Seite zog man ein kurzes zufriedenes Resümee. Schwabach versuchte es dann kurzfristig mit einer Manndeckung gegen Martina Jahn, musste aber schnell feststellen, dass bei dieser Abwehrformation zu viel Platz für unsere schnellen Spielerinnen zur Verfügung steht. Alena Harder lies sich diese Gelegenheit nicht nehmen und traf einige Male nach schönen 1 gegen1 Aktionen.
Die Weinroten erhöhten über 13:7 auf 17:10 und ließen dann die Zügel ein wenig lockerer, so dass der SC 04 Schwabach zu einfachen Toren nach Fehlpässen eingeladen wurde. Auch beide Torhüterinnen auf Seiten des VfL hatten in der ersten Halbzeit noch keinen Zugriff, somit kassierte man ungewöhnlich viele Gegentore für Heimspielverhältnisse. Da es aber im Angriff so richtig rund lief ging man mit 21:15 in die Halbzeitpause.
In dieser hatten sich die Mädels dann vorgenommen, keinen Zweifel am Ausgang des Spiels aufkommen zu lassen und gleich zu Beginn des zweiten Abschnittes wieder eine Schippe draufzulegen. Gesagt getan. Mit einem 9:2 Lauf wurde das Ergebnis auf 30:17 hochgeschraubt, Lisa Gremmelspacher glänzte im Tor mit tollen Paraden und vorne trafen gleich fünf verschiedene Spielerinnen. Jeder kam zum Einsatz, das nicht so alltägliche vierzigste Tor war Patricia Kubasta vorenthalten und den Schlusspunkt zum 41:25 setzte Lena Götz, die insgesamt 9-mal traf. Auch Judith Deutschenbauer, Tanja Stoll, Alena Harder und Nina Porkert trafen alle mindestens 5-mal und ergänzten somit das überragende Teamergebnis.
Der SC 04 Schwabach hat sich vorerst mal aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet und rutscht mit 9 Minuspunkten auf Rang vier der Tabelle ab, vorn scheint es auf einen Zweikampf zwischen den Weinorten und dem TSV Winkelhaid hinauszulaufen. Der TSV schlug daheim den SV Obertraubling, nächster Gegner des VfL am kommenden Samstag, deutlich.
VfL: Lisa Gremmelspacher und Elena Hoffmann im Tor, Lena Götz (9), Alena Harder (6), Patricia Kubasta (1), Antonia Leis (1), Tanja Stoll (6/2), Hannah Sperandio (1), Réka Kovàcs (3), Martina Jahn (3/1), Nina Porkert (6) und Judith Deutschenbauer (5)

 

A – Junioren  Bundesliga

 

Natürlich haben sich die Zeiten geändert. Die A-Jugend des VfL Günzburg fährt nicht mehr zu einem Bundesliganachwuchs um sich eine Packung abzuholen. Bei Frisch-Auf Göppingen setzte es am Ende eine 35:29 (19:16)-Niederlage. Die Mannschaft um Trainer Sandro Jooß gab kämpferisch alles. Es gelang allerdings nie eine taugliche Gesamtstruktur auf dem Spielfeld zu verwirklichen, es fehlte immer ein wichtiger Teilbereich, meist stand die Abwehr zu offen, phasenweise wurde unüberlegt geworfen und auch das Angriffssystem konnte nicht immer durchgesetzt werden. Klar, liegt das vor allem auch am Gegner, So zerstob der Traum vom ersten Auswärtssieg irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit, obwohl Cheftrainer Hofmeister eigens mit ins Württembergische gefahren war um die Mannschaft trotz des Abend-Heimspieles der Männer zu unterstützen.

Den ersten Treffer erzielte der beste Spieler auf dem Feld Yannik Leichs zum 1:0. Im Verlaufe des Spieles sollte er nicht nur im Überzahlspiel eine erstaunliche Anzahl an goldrichtigen Entscheidungen treffen. Der zehnfache Torschütze Frieder Bandlow traf für seine Farben erstmals zum 2:1. Im Angriff passte es zunächst, auch wenn Johannes Rosenberger mit einem Jahr JBLH-Erfahrung arg vermisst wurde. Die Defensive erhielt allerdings keinen richtigen Zugriff. Zu sehr wurde darauf gewartet, was als nächstes passieren könnte, anstelle entschlossen seinen direkten Gegenspieler zu bekämpfen. Torwart Niko Henke erhielt bei dieser Passivität nie die Chance erfolgreich mit seinen Vorderleuten zu kooperieren. Da sich aber alle mächtig ins Zeug legten und auf das Tempo drückten, erzielten Lukas Bär und Devin Ugur den Anschluss zum 4:3 und 6:5. Auch die Göppinger hatten ordentlich Abwehrprobleme, gingen aber strukturierter vor und führten beim 9:6 und 10:7 schnell mit drei Toren. Dann hatte der Bayernliganachwuchs seine beste Phase. Fabio Bruno im Tor erwischte weiter ohne Abwehr ein paar Bälle, durch mutige Würfe wurde wieder verkürzt und Joanthan Stegmann konnte den 10:9-Anschlusstreffer erzielen. Alles war nun ausgeglichen. Kreisläufer Louis Dück war nach seiner Bänderverletzung wieder einsetzbar und hielt seine Farben beim 15:14 und 17:16 auf Schlagdistanz. Der Traum vom allerersten Auswärtssieg lebte. Nick Fröhlich und Simon Rube bescherten nach kurzem Ringen um den Ausgleich, jäh und humorlos die letzten beiden Tore vor der Halbzeit. Das 19:16 war ein wenig hoch, beschrieb aber die beidseitige Abwehrschwächen deutlich.

Trotz bester Vorsätze schepperte es gleich nach Wiederanpfiff zweimal im VfL-Gebälk. Ein 16:21-Rückstand ist in der Göppinger EWS-Arena gegen eine wirklich stark besetzte Heimmannschaft meistens das Ende auswärtiger Siegesträume. Doch die VfL-Abwehr wurde stabiler und der Günzburger kämpft gerne, immer, auch in Erstliga-Arenen und so wankte der grüne Riese plötzlich wieder als Lukas Bär in der 43: Minute das 23:22 erzielte. Doch der Favorit fiel nicht vom Schild. Ihr Torwart verhinderte plötzlich Schlimmeres. Etliche Würfe von Außen und aus dem Rückraum wurden zu seiner Beute. Beim 26:23 nahm Sandro Jooß ein Team-Time-Out. Doch die Aufholjagden, all das Hinterher-Rennen hatten zu viel Kraft gekostet. Außerdem wurde nie wegen einer guten taktischen Idee gewechselt, sondern es ging zu oft darum eigene Fehlerquellen zu reduzieren und so erzielte der ehemalige VfL-Spieler und gute Handballfreund Tim Kaulitz den nächsten Treffer zum 27:23. Bis zum 28:25-Rückstand durfte leise gehofft werden. Drei weitere Gegentreffer bis zum 31:25 in der 56. Minuten zerstoben den kühnen Traum von Auswärtspunkten. Am Ende stand ein 35:29 auf der Anzeigentafel. Die VfL-Handballer hatten alles gegeben. Irgendwann werden sie dafür auch auswärts belohnt werden.

 

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