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VfL Günzburg

VfL Handball:: Sonntag 26. November 2017 Nachberichte " KOMPAKT " vom Wochenende 25. / 26 November 2017

VfL Günzburg Handball Nachberichte

Männer 1   Bayernliga

 

SIEG GEGEN UNTERHACHING

Nicht zu fassen dieses Spiel

Keinen Günzburger Zuschauer hielt es nach dem Spiel auf seinem Sitz. "Standing ovations" für ein unglaubliches Spiel. Mit einer Energieleistung gewinnt der VfL ein schon verloren geglaubtes Spiel mit 30:27 (16:18). Gut 17. Minuten davor waren "Leix, Bieber &Co." schier aussichtslos zurück, nichts wollte gelingen. Dann ließ ein entfesselt kämpfendes Team noch einen einzigen Gegentreffer zu. Die Nordtribüne bebte zwar, aber die Alt-Ehrwürdige hielt.

Im Vorfeld freuten sich beide Mannschaften auf die Begegnung. Es gibt Parallelen: Letztes Jahr fiel alles schwer. Lange wurde gegen den Abstieg gekämpft. Beiden Mannschaften gelingt es vorbildlich jungen Spielern Verantwortung zu übertragen. Kaum einer hätte vor der Saison den Tipp gewagt, dass ausgerechnet der VfL Günzburg und der TSV Unterhaching nach durchaus aussagekräftigen zehn Spielen das Duell Dritter gegen Vierter bestreiten. An Donau und Isar wird das begeistert quittiert. Die Hachinger, übrigens ein sehr fröhlicher Handball-Haufen, kamen mit großem Bus.

Das 1:0 erzielte Nico Jensen, dem der schwierige Spagat zwischen Torjäger und Spielmacher mal wieder bestens gelang. Dann wog das Spielgeschehen mit steten kleinen Vorteilen für die Günzburger erst einmal hin und her. Die Unterhachinger wirkten wie immer top eingestellt. Ein Geheimnis davon ist eine vom Unterhachinger Trainer Christian G. Sorger speziell entwickelte Software zur Spielanalyse. Gleich am Montag wird sie von Trainer Hofmeister bestellt, der bislang mit "Hofi-ware", einer in den 80er entwickelten zweifarbigen Zettelwirtschaft die taktischen Geheimnisse der Gegner lüftet. Die Smartphone-Generation findet das zwar "archäologisch", freut sich aber still über den Anachronismus.

Da die TSV-Spieler besonnen agierten, gelang es den lauffreudigen Günzburgern nicht sich beim 14:12 und 15:13 endlich einmal auf drei Tore abzusetzen. Das Spiel war in dieser Phase sehr angriffsorientiert, scharf wurde geschossen, die Torhüter bekamen kaum einen Ball zwischen die Finger. In dieser Phase nahm Stephan Hofmeister eine Auszeit. Mit einstudierten taktischen Maßnahme vom gelben Zettel wollte er seinem Team den sicheren Weg zur Drei-Tore-Führung aufzeigen. Das verstanden nicht alle, der praktische Versuch erwies sich als untauglich und es kam noch viel schlimmer. Erst erhielt Niko Hermann eine Zeitstrafe und dann leistete sich Torwart Bieber seinen ersten Wechselfehler seit einem C-Jugendqualispiel. Der Ehrgeizige litt. All das machte unsicher, aus einer funktionierenden Mannschaft wurde urplötzlich ein aufgeschreckter Hühnerhaufen. Ein Hachinger Dreierpack folgte, Martin Dauhrer hatte kurz vor der Halbzeit eine starke Phase und so ging es jäh und unnötig mit 16:18 in die Kabinen.

Da gegen innere Unruhe äußere Hektik wenig hilft, wurde bei der Halbzeitbesprechung auf das didaktische Mittel des laufstarken Donnerwetters verzichtet. Die Mannschaft musste ihre Mitte wieder finden. Die jungen VfL-Helden mühten sich. Doch der Gast trat zu Beginn der 2. Hälfte im Stile einer Spitzenmannschaft auf, lautstark von seinen Fans unterstützt, stolz und selbst überzeugt in der Körpersprache. Valentin Elmer traf und wieder Philipp Heinle, der wurfgewaltige Ex-Gundelfinger, der insgesamt fünf Treffer erzielte. Aller Kampf schien nicht fruchten zu wollen. Ein deprimierendes 20:26 stand auf der Anzeigentafel. Die zweifache Handballmama Hermann gestand später, dass es ihr die Spielerei dieser Phase schon ein wenig peinlich war. Mehr pflichtgemäß nahm VfL-Trainer Hofmeister die Auszeit. Auf einem der vielen Zettel stand "Knittl", den wechselte er dann auch ein. Eine prima Idee: Fünf Buden sollte der Trickwerfer noch erzielen. Torwart Bieber steigerte sich und es ging ein Ruck durch die Abwehr. Organisator Michael Jahn leistete ganze Arbeit, der starke Hachinger Rückraum wurde urplötzlich komplett kalt gestellt. Gegenstoßtreffer gelangen, schon aus der Schulz-Zeit immer die Initialzündung für Günzburger Publikumssturm. Einer VfL-Einheit aus Spielern und Fans gelang der Handballrausch. Der Gast hatte nur noch seine starke Defensive. Beim 26:26 war das Unentschieden geschafft. Überzahl - zwei Treffer. Bei 59:18 war das Spiel komplett umgebogen. Es stand 28:26. Martin Dauhrer schaffte noch einmal den Anschluss, der einzige Treffer seiner Farben in den letzten 18 (!) Minuten. Niko Hermann machte mit einem Hammer-Wurf das 29:27. Manuel Scholz, der hinten wie vorne sehr präsent agierte, gelang der 30:27-Endstand. Die Halle stand Kopf - die Unterhachinger Fans waren konsterniert. Dennoch konnte man sich mit ihnen nach dem Spiel großartig und fair unterhalten. Auch da ist Handball eine feine Sache. Nicht nur wegen des Sieges hat es einfach Spaß gemacht mit den Hachingern.

Danach feierte die Spieler Pool-Party. Am Freitag ist trainingsfrei. Die Mannschaft hat sich ein langes, auch spielfreies Wochenende verdient. Lange blieben die Fans sitzen. Selbst Frau Hermann schien zufrieden.

Es spielten: Bieber, Mendle; Knittl (7/4), Guckler, Jahn, Buck (3), Leix (1), J. Hermann, Groß (2), Jensen (5), Lehr(4), N. Hermann (2) und Scholz (6)

 

Damen 1 Landesliga

 

Damen kämpfen sich zu einem schweren und wichtigen Sieg

Harte Arbeit und großer Kampfgeist war angesagt für den 23:19 (11:10) Sieg gegen den Bayernligaabsteiger Dietmannsried/Altusried.

Dass dieses Spiel am Samstagabend keine einfache Sache werden würde, war allen Günzburgern im Vorfeld klar. Auch wenn die Ergebnisse für den Gegner bislang nicht sehr positiv ausfielen, warteten doch einige individuell sehr starke Gegenspielerinnen auf die Günzburger Damen. Vor allem Spielmacherin Katja Hofmeister und die clevere und körperlich sehr präsente Kreisläuferin Bianca Rust prägten den Stil der Allgäuerinnen und machten den Günzburger Mädels schwer zu schaffen.

So liefen die Gastgeberinnen zu Spielbeginn zunächst einige Zeit der Führung der Gäste hinterher. ‚Es dauerte bis zur 13. Minute bis den Spielerinnen von Stephan Volmering und Reinhard Müller erstmals der Ausgleich beim 6:6 gelang. Das Spiel verlief dann ausgeglichen und eine knappe 11:10 Führung markierte schließlich den Pausenstand.

Nach der Halbzeit sorgten zwei schnelle Tore von Réka Kovács und Judith Deutschenbauer für einen 3-Tore Vorsprung. Doch Dietmannsried blieb kampfbereit und fand beim 14:13 den Anschluss. Jetzt kam die spielentscheidende Phase: die kurze Deckung der überragenden Spielmacherin der Gäste zeigte nachhaltige Wirkung. 15 Minuten konnte Dietmannsried kein Tor mehr erzielen und Günzburg zog zum 19:13 davon. Das hätte 10 Minuten vor Spielende bereits die Entscheidung sein können. Aber einige Zweiminuten-Strafen gegen Günzburg und die taktische Variante des Gegners mit sieben Feldspielerinnen zu spielen, brachte noch einmal Spannung in die Halle. Bis auf 22:19 konnten die Gäste in den nächsten Minuten aufholen. Aber dann machten die Günzburgerinnen ihren Kasten dicht und Sekunden vor Schluss traf Lena Götz zum verdienten Endstand von 23:19.

Für den VfL spielten: Lisa Gremmelspacher und Elena Hoffmann im Tor, Judith Deutschenbauer (5), Martina Jahn (5/1), Evelyn Jorga (3), Réka Kovàcs (2), Lena götz (2), Sina Schütte (2/1), Catherina Harder (1), Daniela Stoll (1), Tanja Stoll (1), Alena Harder (1), Patricia Kubasta, Isabelle Mengele

 

A – Junioren  Bundesliga

 

A-Jugend muss Niederlage in der EWS Arena wegstecken

Die Vorzeichen für das Spiel in Göppingen waren alles andere als gut für die Jungbundesligisten des VfL und mit entsprechend gemischten Gefühlen trat das Team von Rudi Jahn, Volker Schmidt und Markus Guckler die Reise ins Württembergische an. Lukas Rembold, Dreh- und Angelpunkt des Günzburger Spiels konnte verletzungsbedingt nicht auflaufen. Ihm blieb nichts anderes übrig, als seine Mannschaft von der Tribüne aus anzufeuern. Die Unterstützung durch die vielen mitgereisten Fans des VfLs war wieder einmal vorbildlich. Lautstärkenmäßig haben in der riesen Göppinger Arena die Günzburger Fans gewonnen. Das reichte am Samstag leider nicht, um den Spielern die Dominanz auf dem Spielfeld zu geben. Das Göppinger Team war an diesem Tag individuell zu stark aufgestellt für die VfL Spieler.

Solange die Kräfte bei den Weinroten ausreichten, gelang es ihnen das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Bei besserer Chancenverwertung wäre sogar eine Halbzeitführung im Bereich des Möglichen gewesen. So wurden die Seiten immerhin mit nur einem Tor Rückstand bei 13:12 gewechselt.

Schon während der Pause war den Günzburger Protagonisten im Rückraum, auf denen die Hauptlast des Spiels lag, den Kräfteverschleiß deutlich an. So kam nach dem Seitenwechsel die schwächste Phase des Spiels der Günzburger. Gegen eine sehr aggressive und starke Abwehr der Göppinger mit einem ebenso starken Torwart dahinter ging phasenweise gar nichts mehr. Auch die weinrote Abwehr sah ein ums andere Mal gegen die starken Göppinger Individualisten schlecht aus. Die Folge war ein deprimierender 8-Tore Rückstand. Damit war das Spiel gelaufen.

Nun gab es für beide Mannschaften die Möglichkeit, allen Spielern Spielzeit zu geben. In dieser Phase schafften die Weinroten vor allem dank Fabio Bruno im Tor, der einige schöne Paraden zeigte, und Johannes Rosenberger, der insgesamt 10 Tore erzielte, das Spiel ausgeglichen zu gestalten.

Am Ende war eine verdiente 29:23 Niederlage das ernüchternde Ergebnis.

Um in dieser starken Liga in den kommenden Spielen wieder mithalten zu können, muss nun den vielen angeschlagenen Spielern Gelegenheit gegeben werden, um fit zu werden. Dann erst kann auch wieder an Kondition und Athletik gearbeitet werden, die unabdingbar für positive Ergebnisse sind.

 

 

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