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Dr. Georg Nüßlein (MdB) mit Junior-Botschafterinnen
von links nach rechts: Josephine Gollin, MdB Dr. Georg Nüßlein, Nicole Luncz

Dr. Georg Nüßlein trifft Junior-Botschafterinnen

Gelebte deutsch-amerikanische Freundschaft

Der hiesige CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Nüßlein traf sich jetzt im Rahmen des „Parlamentarischen Patenschaftsprogramms“ des Deutschen Bundestages (PPP) mit seinen „Patenkindern“, Nicole Luncz und Josephine Gollin, zu einem persönlichen Kennenlernen in Günzburg.

Das PPP ist ein Austausch-Programm des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses. Jedes Jahr bekommen junge Schülerinnen und Schüler, auch aber junge Berufstätige aus Deutschland die Gelegenheit, ein Jahr lang kostenlos zu einer Gastfamilie in die USA zu reisen und dort ein College-Jahr zu absolvieren oder ein berufsbegleitendes Praktikum zu machen. Im Gegenzug verbringt ein amerikanischer Jugendlicher ein Jahr in Deutschland, besucht eine deutsche Schule oder absolviert ein Praktikum in einem deutschen Unternehmen. Nüßlein stellt sich gerne und regelmäßig als Pate zur Verfügung.

Für das kommende Programmjahr hat sich die aus Illertissen stammende Nicole Luncz in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Ende August dieses Jahres fliegt sie auf Kosten des Bundestages zu ihrer Gastfamilie nach Sidney (Ohio). Die bald 16-Jährige beherrscht neben ihrer Muttersprache Deutsch fünf weitere Sprachen und engagiert sich ehrenamtlich als Tutorin für ihre Mitschüler an der Johannes-von-La-Salle-Realschule Illertissen. Darüber hinaus setzte sie sich mehrere Schuljahre lang für Fair-Trade-Produkte ein, spielt Klarinette und Tennis und ist aktive Ministrantin in der katholischen Kirche.

Luncz interessiert sich sehr für andere Kulturen: „Zum einen bin ich schon deswegen sehr offen für andere Kulturen, weil meine Mutter aus der Ukraine stammt, mein Vater aus Deutschland. Ich habe acht Jahre lang in Spanien gelebt und auch dort viel Neues erfahren dürfen. Ganz besonders interessieren mich die USA, die Lebens- und Denkweise der Menschen dort, die verschiedenen Landschaften und Kulturen in diesem riesigen Land. Ich kann es kaum erwarten, bis es losgeht. Vielen Dank an den Deutschen Bundestag und an meinen Abgeordneten Georg Nüßlein, dass sie mir das möglich gemacht haben.“

Während sich Nicole Luncz noch auf die bevorstehende USA-Reise freut, hat Josephine Gollin, ihr US-Pendant, schon einige Monate in Deutschland verbracht. Die aus Williamstown (Massachusetts, US-Ostküste) stammende Schülerin wohnt derzeit bei einer Gastfamilie in Thalfingen. Als sie im August letzten Jahres nach Deutschland kam, hatte sie zunächst einen Deutsch-Kurs in Hamburg besucht, da sie bislang kein Deutsch sprach. Seither ist sie reguläre Schülerin am Schubart-Gymnasium Ulm und spricht mittlerweile fließend Deutsch. Mit Freude singt sie in der Kantorei des Ulmer Münsters und ist leidenschaftliches Mitglied des Debattierclubs des Schubart-Gymnasiums Ulm. Wie die junge Amerikanerin selbst sagt, habe ihr Deutschland „sehr gefallen und ich fand meine Klassenkameraden am Schubart-Gymnasium sehr offen und freundlich, auch am Anfang des Schuljahres, als ich fast kein Deutsch gesprochen habe“.

Nun steht Josephine Gollin schon kurz vor dem Ende ihres Austauschjahres. Im Herbst wird sie in den USA ein Studium der Biologie aufnehmen. „Aber ich kann mir gut vorstellen, wieder nach Deutschland zu kommen, um hier zu forschen.“ Ganz im Stile einer jungen Diplomatin fasst sie ihre Zeit in Deutschland im Rahmen des Austauschprogramms PPP so zusammen: „Ich denke, dass Austauschprogramme wie das PPP im aktuellen politischen Klima wichtiger denn je sind. Die Bürgerdiplomatie ist entscheidend, wenn es darum geht, Verbindungen zwischen Menschen verschiedener Überzeugungen und Kulturen aufzubauen, was in einer zunehmend miteinander verbundenen Welt essentiell ist.“

Georg Nüßlein, der Pate der jungen Damen, freut sich über die Begeisterung der zwei Jugendlichen: „So engagierte und interessierte junge Menschen mit so viel Offenheit und Empathie sind die besten Garanten für den Erhalt der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Unsere beiden Junior-Botschafterinnen leben vor, wie deutsch-amerikanische Freundschaft gepflegt werden sollte: Indem man sich selbst ein Bild von Land und Leuten macht, zuhört, Fragen stellt, die andere Kultur kennenlernt und Freundschaften aufbaut. Nicht durch Twitter-Botschaften oder kurzlebige „Deals“, wie das auf „höherer Ebene“ derzeit Mode zu sein scheint.“

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