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IHK Schwaben

Fußballweltmeisterschaft 2018: Der Ball rollt – Aber Vorsicht Markenrechte und Lizenzen

Rechtstipp des Monats Mai der IHK Schwaben

Am 14. Juni 2018 beginnt die 21. Fußballweltmeisterschaft (WM) in Russland. Um nicht in Konflikt mit den zahlreichen Schutzrechten der FIFA zu geraten, haben Unternehmen, die ihre Produkte und Dienstleistungen vermarkten möchten, einige Dinge zu beachten.

Nachdem die FIFA Inhaberin nahezu aller Schutz- und Urheberrechte der FIFA-Namen, -Logos usw. ist, benötigen Unternehmen, die mit den geschützten Logos etc. werben möchten eine Erlaubnis seitens der FIFA bzw. müssen eine entsprechende Lizenz bei dieser erwerben“, erklärt Eva Schönmetzler, Beratungszentrum Recht und Betriebswirtschaft der IHK Schwaben.

„Wer eine Public-Viewing Veranstaltung durchführen möchte, muss prüfen, ob er bei der FIFA eine entsprechende Lizenz beantragen muss. Wenn ja, sollte diese möglichst rasch bei der FIFA beantragt werden“, so Schönmetzler.  

Keine Lizenz benötigt, wer eine nicht gewerbliche Public-Viewing Veranstaltung durchführen möchte ohne, dass der Veranstalter mit der Veranstaltung einen geschäftlichen Nutzen erzielen möchte. Darunter fallen nicht gewerbliche Veranstaltungen in gewerblichen Einrichtungen, wie beispielsweise in einem Pub, bei denen kein Eintrittsgeld erhoben wird noch Sponsoring Aktionen stattfinden. Alle anderen Veranstalter einer Public-Viewing Veranstaltungen benötigen hingegen eine Lizenz.  

Eine kostenfreie Lizenz können dabei Veranstalter beantragen, die nicht gewerbliche Public-Viewings durchführen und sich die Veranstaltung an mehr als 5000 Zuschauer richtet. Eine kostenpflichtige Lizenz benötigen Veranstalter, die gewerbliche Public-Viewings planen. Darunter fallen die Übertragungen, bei denen direkt oder indirekt, wie z.B. durch Eintritte, Mindestverzehrforderungen oder erhöhte Speisen- und Getränkepreise, Eintrittsgelder verlangt werden. Gleiches gilt, wenn im Zusammenhang mit der Veranstaltung werden Sponsoring oder andere gewerbliche Assoziierungsrechte genutzt werden. Eine kostenpflichtige Lizenz ist auch dann erforderlich, wenn die Veranstaltung in einer anderen Form einen geschäftlichen Nutzen erzielt.

Neben Lizenzen der FIFA müssen die Veranstalter noch andere Gebühren und Bedingungen, wie z.B. den Rundfunkbeitrag, GEMA-Gebühren oder eine Lizenz von Sky im Blick haben. Bei Übertragungen am Abend können Veranstalter in puncto Lärmschutz aufatmen. Das Bundeskabinett hat dazu eine Verordnung erlassen, durch die Übertragungen auf Großleinwänden auch nach 22 Uhr erlaubt werden.

  • Informationen zum Thema „WM 2018 – Wie darf ich werben?“ finden Sie auf der Internetseite der IHK Schwaben.