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Dr. Georg Nüßlein und die Kul-Tour-Interessierten
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Eduard Freiheit

„Kul-Tour“ durch Mittelschwaben - Mit Nüßlein die Heimat neu entdecken

Im Rahmen seiner heuer neu aufgelegten „Kul-Tour“ bot der hiesige CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Nüßlein einer Reisegruppe aus Mittelschwaben an, ihre Heimat neu zu entdecken.

Dabei standen bei der ganztägigen Bus-Rundfahrt durch die Landkreise Neu-Ulm, Günzburg und Unterallgäu das Heimat- und das Bienenmuseum in Illertissen, die Hammerschmiede in Naichen (Neuburg a.d. Kammel) sowie die ehemalige Synagoge in Fellheim auf dem Programm.

Betreut wurde die 20-köpfige Gruppe wie schon die Jahre zuvor von der bewährten Reiseleiterin Hildegard Mack, der Vorsitzenden der CSU-Senioren Union des Kreisverbandes Neu-Ulm.

Durch das erst im April dieses Jahres neueröffnete „Museum Illertissen - Geschichten und Geschichte im Schloss“ führte gekonnt der für Kultur und Museen zuständige Fachbereichsleiter im Landratsamt Neu-Ulm, Walter Wörtz. Wörtz wusste dabei interessante Geschichten über die Vöhlinstadt und seine Bewohner zu erzählen, die selbst viele Illertisser nicht kennen dürften. Beeindruckt war die Besuchergruppe über die ansprechende Aufmachung der Museumsobjekte mit vielen Aktiv-Stationen und unter Einsatz veranschaulichender audiovisueller Medien.

Ebenfalls sehr unterhaltsam war die Führung durch das in einem anderen Schlosstrakt untergebrachte Bayerische Bienenmuseum durch Telesphorus Lindinger im Anschluss. Dabei zeigte Lindinger seinen Gästen in dem einzigartigen, 2016 neu konzipierten Museum 50 Millionen Jahre alte Ur-Bienen in Bernsteinen, Gerätschaften der Imkerei, Grafiken aus sechs Jahrhunderten und vieles mehr. In sehr kurzweiliger Art berichtete der Bienen-Experte von interessanten, unbekannten und außergewöhnlichen Themen um die Honigbiene: von der Entwicklungsgeschichte der Imkerei bei den Ägyptern bis heute, über die Biologie und Zucht der Biene bis hin zur reichen Kulturgeschichte der Wachs- und Honigproduzentin seit der Antike.

Nach einer Mittagspause ging es mit dem Bus weiter in die Hammerschmiede nach Naichen, einem Ortsteil von Neuburg a.d. Kammel. Hier berichtete Yvonne Langer über die einst weit verbreitete Handwerkskunst des Schmiedes und präsentierte den Besuchern nicht nur die früher notwendigen Werkzeuge wie Hammer und Amboss, sondern auch eine große Auswahl an geschmiedeten Produkten. Ein besonderes Schmankerl war die anschließende Schmiede-Vorführung durch Josef Schiegg, der für das staunende Publikum nicht nur das glühende Kohlenfeuer entfachte, sondern auch kräftig den Hammer knallen ließ.

 

Nach einer Kaffeepause fuhr die Gruppe zur letzten Station des Tages, die ehemalige Synagoge in Fellheim. Hier berichtete Christian Herrmann, der Vorsitzende des Förderkreises Synagoge Fellheim, in sehr beeindruckender Form vom regen jüdischen Leben in Fellheim und der Nutzung des Gotteshauses, die nach der sog. „Reichspogromnacht“ der Nazis am 9. November 1938 sein jähes und unrühmliches Ende fand. Nachdem das Gebäude viele Jahre als Lagerstätte und Wohnhaus zweckentfremdet genutzt worden war, wurde das von der Gemeinde Fellheim im Jahr 2007 erworbene und mit hohem Kostenaufwand umgebaute Gebäude zu der heute überregional bedeutenden, im Jahr 2015 eröffneten Gedenkstätte jüdischen Lebens in Schwaben. Sehr nachdenklich und bedrückt zeigte sich die Gruppe, als Herrmann einen Brief vorlas, den ein jüdisches Ehepaar zwei Tage vor seiner Deportation an seine Kinder und Enkel geschrieben hatte.

Am Ende des Kul-Tour-Tages war es übereinstimmender Tenor der Teilnehmer, viel Neues über die eigene Heimat erfahren zu haben. „Um unsere Gesellschaft und unsere Kultur wirklich zu verstehen und daraus für die Zukunft zu lernen, sollten wir erstmal unsere eigene Heimat, unsere Traditionen und unsere regionale Geschichte kennenlernen, bevor wir nach Bali oder sonstwohin fliegen. Dazu will ich mit meiner Kul-Tour beitragen“, so der CSU-Politiker Nüßlein abschließend.

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