Vom Krapfen bis zur Polonaise im Garten: Fasching unter Pandemiebedingungen

Wie Wohneinrichtungen des Dominikus-Ringeisen-Werks trotz Einschränkungen mit viel Kreativität die tollen Tage feiern

Auch wenn viele Umzüge, Faschingsbälle, Prunksitzungen und Partys in diesem Jahr ausfallen: Fasching ist nicht abgesagt – auch nicht im Dominikus-Ringeisen-Werk. „Auch wenn wir dieses Jahr nicht wie gewohnt feiern können, kein traditioneller Faschingsball in unseren Wohnbereichen stattfindet und keine Faschingsband für uns Musik macht, lassen wir Fasching nicht ausfallen“, sagt Kathrin Fink von den Wohneinrichtungen St. Anna, St. Elisabeth und St. Maria in Ursberg.

Stattdessen seien heuer kreative Ideen gefragt, so die Mitarbeiterin im Dominikus-Ringeisen-Werk. „Neue Möglichkeiten tun sich auf. Neue Traditionen entstehen“, so Kathrin Fink. So wurde beispielsweise im Garten vor den Fenstern und Balkonen der Häuser kurzerhand aus dem Christbaum ein Faschingsbaum gemacht. Ein paar lustige, lebensgroß gebastelte Maskerer tummeln sich ebenfalls seit Tagen auf der Terrasse. Und am Rosenmontag steigt eine Faschingsparty vor den Balkonen. Faschingsbanner vor den Häusern laden dazu ein.

Im Ziemetshausener Haus Anna ist Fasching normalerweise immer ein Party-Treffpunkt. „Üblicherweise laden wir uns Freunde und Bekannte ein, um mit ihnen zu feiern“, erzählen die Gruppenleiter Margit Beyer und Simon Konhäuser. „Die Bewohnerinnen und Bewohner, die in der Abteilung Turnen des Sportvereins aktiv sind, feiern üblicherweise auch da Fasching. Heuer feiern wir unter uns und haben bereits Faschingsdekoration gebastelt und aufgehängt.“ Auf liebgewordene Traditionen wird im Haus Anna trotz Ausnahmesituation allerdings nicht verzichtet. „Das Schaumküsse-Wettessen muss einfach sein, und natürlich gibt es Krapfen zum Kaffee, und zum Abendessen möchten alle wieder die obligatorischen Wienerle mit Semmel. Dazwischen gibt es fetzige Musik, zu der auch getanzt werden kann. Wenn es das Wetter zulässt, wird die Polonaise auf den Garten ausgeweitet.“

Aber nicht überall im Dominikus-Ringeisen-Werk ist man so Faschingsverrückt wie in Ursberg und in Ziemetshausen. Im Haus Anselm in Krumbach macht die Pandemie während der tollen Tage keinen Unterschied, wie die Leiterin der Wohneinrichtung für Menschen mit erworbener Hirnschädigung, Franziska Laure-Miller, sagt: „Unser Haus Anselm ist mit und ohne Corona kein Haus des Faschings“, erzählt sie. „Mehr als Krapfen essen wird da nicht toleriert“, meint sie mit einem Augenzwinkern. „Und das geht auch in der Pandemie.“

Zum Foto (DRW/Kathrin Fink): Sie sorgen für ein wenige Faschingsfreude in der Pandemie: Bunte Maskerer grüßen die Bewohnerinnen und Bewohner vor Wohneinrichtungen in Ursberg, im Hintergrund der „Faschingsbaum“

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