Allgemeinverfügung aufgrund der Gefahr von Geflügelpest

Erster Fall bei Hausgeflügelbestand im Landkreis Bayreuth amtlich bestätigt

Präventiv werden im Landkreis Günzburg die Hygienemaßnahmen in der Geflügelhaltung verstärkt, Wildvögel dürfen nicht mehr gefüttert werden.

Der Landkreis Günzburg hat heute vorsorglich eine tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung erlassen. Konkret geht es dabei um den Schutz von Vögeln vor der Geflügelpest. Der Grund: In Bayern wurde ein erster Fall der Krankheit bei Hausgeflügel im Landkreis Bayreuth festgestellt. Darüber hinaus sind derzeit vier Fälle bei Wildvögeln in Bayern registriert worden. Für die Geflügelhalter heißt dies verstärkte Hygienemaßnahmen; ganz allgemein ist das Füttern von Wildvögeln fortan verboten.

Zum Schutz der Tiere in Geflügelhaltungen hat das Bayerische Umweltministerium heute verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet. Grund sind die bei Wildvögeln vorliegenden Geflügelpestnachweise in Deutschland und Bayern. Auch der Landkreis Günzburg hat hierzu eine angepasste Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Die Verfügung findet sich auf der Homepage der Behörde.

In der aktuellen Verfügung werden die Sicherung gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie konsequente Reinigung und Desinfektion in der Geflügelhaltung geregelt. Die Anordnungen erfolgen anhand einer für Bayern entwickelten Risikobewertung auf Grundlage bundeseinheitlicher Beurteilungskriterien. Durch die konsequente Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen soll der Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel vermieden und so eine Einschleppung in die Geflügelhaltungen verhindert werden.

Deutschlandweit sind mehr als 600 Fälle der sogenannten „Geflügelpest“ amtlich festgestellt worden. Um eine weitere Ausbreitung in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, wird in Bayern zudem das bestehende Wildvogelmonitoring konsequent weitergeführt.

Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Dennoch sollten tot aufgefundene Vögel nicht angefasst- und Funde den lokalen Behörden gemeldet werden.

Bild: pixabay/klimkin

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